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10.05.2021 um 10:20 Uhr

KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen
schlagen sich wacker
Frankfurt am Main (ots) -

- Mittelständisches Geschäftsklima steigt im April zum dritten Mal in Folge
- Verbesserungen sowohl bei Geschäftslage als auch bei Erwartungen
- Hoffnung auf Aufschwung in zweiter Jahreshälfte wächst

Die anhaltende Corona-Pandemie erfordert weiterhin strikte Eindämmungsmaßnahmen
und bis zu einer Immunisierung der breiten Bevölkerung ist es trotz der Fahrt
aufnehmenden Impfkampagne noch ein langer Weg. Andererseits erholt sich die
Weltwirtschaft spürbar, angetrieben von den Schwergewichten USA und China. In
diesem von widersprüchlichen Signalen geprägten Umfeld schlagen sich die
mittelständischen Unternehmen in Deutschland wacker, wie das aktuelle
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer zeigt: Ihr Geschäftsklima nimmt im April um 1,4
Zähler auf -0,3 Saldenpunkte und damit das dritte Mal in Folge zu. Die Urteile
zur Geschäftslage klettern dabei um 1,3 Zähler auf -4,2 Saldenpunkte. Die
Geschäftserwartungen legen um +1,7 Zähler zu und erreichen mit nun 3,3
Saldenpunkten den höchsten Stand seit zwei Jahren.

Auch in den Großunternehmen zieht die Stimmung im April weiter an, wenn auch nur
schwach (+0,3 Zähler auf 6,9 Saldenpunkte). Treiber sind diesmal ausschließlich
die besseren Urteilen zur aktuellen Geschäftslage, die um 6,8 Zähler auf 4,8
Saldenpunkte steigen und damit erstmals seit Juni 2019 wieder die Nulllinie
übertreffen. Die Erwartungen der Großunternehmen geben um fast ebenso deutliche
6,2 Zähler auf jetzt 13,9 Saldenpunkte nach. Angesichts der rekordnahen
Verbesserung der Erwartungen um mehr als 14 Zähler auf ein Zehnjahreshoch im
Vormonat ist dies als Konsolidierung zu betrachten, bei der angebotsseitige
Produktionshemmnisse aufgrund von Engpässen bei wichtigen Vorleistungsgütern wie
etwa Halbleitern eine Rolle gespielt haben dürften.

Der Blick in die Branchen zeigt, dass aktuell vor allem Unternehmen mit
ausgeprägter Orientierung auf die internationalen Märkte hinsichtlich des
Geschäftsklimas vorn liegen. Sie profitieren besonders vom Aufschwung der
Weltwirtschaft. Demnach führt das exportstarken Verarbeitenden Gewerbe die
Stimmungstabelle im April mit großem Abstand an: In der mittelständischen
Industrie klettert das Geschäftsklima um 3,8 Zähler auf 10,6 Saldenpunkte und in
der Großindustrie um 1,5 Zähler auf 21,3 Saldenpunkte. Die globale
wirtschaftliche Belebung zieht zudem die Großhandelsunternehmen nach oben.
(Mittelständler: +2,3 Zähler auf 1,8 Saldenpunkte; Großunternehmen: +5,5 Zähler
auf 9,3 Saldenpunkte). In den Binnenbrachen sind die Stimmungssignale im April
gemischt. Erfreulich ist die anhaltende Aufhellung des Geschäftsklimas im
Einzelhandel trotz fortbestehender Einschränkungen (Mittelständler: +3,8 Zähler
auf -3,9 Saldenpunkte; Großunternehmen: +3,8 Zähler auf -5,0 Saldenpunkte). Auf
ohnehin unterdurchschnittlichem Niveau rückläufig ist die Stimmung hingegen bei
den Dienstleistungen (Mittelständler: -2,4 Zähler auf -14,0 Saldenpunkte;
Großunternehmen -0,4 Zähler auf -3,1 Saldenpunkte). Im Bauhauptgewerbe, das
ähnlich wie die Industrie über Engpässe bei Vorleistungsgütern klagt, geht die
Stimmung im April ebenfalls nach unten (Mittelständler: -1,4 Zähler auf 7,5
Saldenpunkte; Großunternehmen: -2,1 Zähler auf -1,7 Saldenpunkte).

"Das mittelständische Geschäftsklima steigt im April zum dritten Mal in Folge,
was nach der altbekannten Daumenregel den Beginn eines Aufschwungs
signalisiert", sagt Dr. Fritz Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW. "Die
Unternehmen blicken hoffnungsvoll in die Zukunft, immer mehr von ihnen setzen
auf eine erfolgreiche Eindämmung der Pandemie und einen Aufschwung im späteren
Jahresverlauf. Die Chancen dafür, dass diese Hoffnung sich erfüllt, stehen gut -
wenn die Neuinfektionen konsequent eingedämmt werden und das Impftempo weiter
zunimmt. Deutschland kann dann im zweiten Halbjahr dank Nachholeffekten bei den
bislang untersagten Dienstleistungen und im Handel einen kräftigen
Wachstumsschub sehen. In der Industrie ist die Auftragslage bereits jetzt
blendend."

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
http://www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Christine Volk
Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: mailto:christine.volk@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

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