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OTS: GEPA mbH / Gerechtigkeit in Krisenzeiten - Fairer Handel wird noch ...

11.05.2021 um 15:53 Uhr

Gerechtigkeit in Krisenzeiten - Fairer Handel wird noch wichtiger /
Leichtes Umsatzplus 2020 | aktuelle Lage | Klimaschwerpunkt:
#ClimateJusticeNow (FOTO)
Wuppertal (ots) - Corona-Krise und Klimakrise sind die großen Herausforderungen
weltweit - bestehende Ungerechtigkeiten werden noch verstärkt. Ganz besonders
betrifft dies auch die Handelspartner im Globalen Süden.

Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz hat das Fair Handelsunternehmen GEPA im
Livestream Bilanz über das erste "Corona-Jahr" 2020 gezogen, aber auch über die
zukünftigen Entwicklungen berichtet. Dazu gehört der mehrjährige Schwerpunkt
Klimagerechtigkeit unter dem Motto #ClimateJusticeNow, der im April mit der
Einführung des klimaneutralen Honigsortimentes gestartet ist.

Trotz schwieriger Situation gut behauptet

Auch im Corona-Jahr 2020 hat sich der Fair Trade-Pionier gut positioniert. Trotz
mehrmonatiger Kurzarbeit für etwa die Hälfte der Belegschaft und zweistelligen
Lockdown-bedingten Umsatzrückgängen in den Vertriebsbereichen Außer-Haus-Service
und Weltläden/Aktionsgruppen konnte schließlich doch ein Großhandelsumsatz von
81,1 Millionen Euro erzielt werden, sogar ca. 0,5 Prozent mehr als im Vorjahr.
Konsument*innen kauften für rund 103,7 Millionen Euro (Umsatz zu
Endverbrauchspreisen) z.B. Kaffee, Schokolade, Tee, Honig und Handwerksartikel
ein.

"Durch die positive Entwicklung der letzten Jahre waren und sind wir für die
Krise gut aufgestellt", erklärte der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias
Kroth , "ein Beispiel dafür, dass Fairer Handel auch ökonomisch nachhaltig ist.
Auch für das aktuelle Wirtschaftsjahr 2021 sind wir optimistisch, dass wir
weiterhin gut durch die Corona-Zeit kommen und auch die besonders vom Lockdown
betroffenen Bereiche Außer-Haus-Service und Weltläden/Aktionsgruppen aufholen
können."

Verschiedene Maßnahmen wie der Ausbau der Digitalisierung mit CRM (Customer
Relationship Management) und Investitionen im Bereich E-Commerce sollen dazu
beitragen.

"Ohne die vielen engagierten Verbraucher*innen hätten wir das letzte Jahr nicht
so gut überstanden", sagte der Geschäftsführer Marke und Vertrieb, Peter
Schaumberger . "Dieses Engagement zeigt, dass Fairer Handel, Nachhaltigkeit und
Bio trotz Corona noch wichtiger für Konsument*innen geworden sind. Das
gestiegene Interesse in den Monaten vor der Pandemie hat sich auch das Jahr über
fortgesetzt. So konnten wir Marktanteile hinzugewinnen und überdurchschnittllich
in den wachsenden Märkten zulegen", so Peter Schaumberger.

Das Fundament der Fair Handelsbewegung, die Weltläden, haben etwa mit
zahlreichen fantasievollen Aktionen vom Lieferservice bis zu digitalen
innovativen Veranstaltungen ihre Kund*innen weiter erreicht, motiviert und damit
im Herbst auch noch einmal Umsatz wettgemacht. Wegen eingeschränkter
Öffnungszeiten im Einzelhandel generell haben Kund*innen verstärkt im
Lebensmittel-, Bio- und Naturkosthandel und im Endkunden-Onlineshop zu
GEPA-Produkten gegriffen. Mit den Schließungen hatte ganz besonders der
Außer-Haus-Bereich zu kämpfen.

Zukunft: Mehrjähriger Schwerpunkt Klimagerechtigkeit

"Gerechtigkeit in Krisenzeiten - Fairer Handel wird jetzt noch wichtiger, da er
unsere Partner im Globalen Süden sowohl bei der Corona-Krise als auch in der
Klima-Krise unterstützt", erklärte Geschäftsführer Peter Schaumberger. "Die
elementare Grundlage für Klimagerechtigkeit ist für uns Handelsgerechtigkeit, da
nur so die Menschen am anderen Ende der Lieferkette dem Klimawandel trotzen
können. Daher ist Klimagerechtigkeit für uns das zentrale Thema der nächsten
Jahre."

Der Exportverantwortliche der mexikanischen Kaffee- und Imkergenossenschaft
Tzeltal Tzotzil, Ángel Burgos , hob in einem Videostatement die Bedeutung des
Fairen Handels im Hinblick auf die Klimakrise hervor: "In den letzten Jahren war
es sehr wechselhaft. Und das hat uns irgendwann geschadet: Wir hatten Honig mit
höherem Wassergehalt oder die Honigproduktion ist durch zu wenig Blüten
gesunken." Doch es gibt trotz allem Hoffnung:

"Der Faire Handel erlaubt uns einerseits, weiter die Artenvielfalt und den
Umweltschutz zu sichern, andererseits den wirtschaftlichen Teil als solchen. Wir
konzentrieren uns mehr auf die Biodiversität, weil gerade die Imkerei und die
Bienen ein wichtiger Teil davon sind."

Andrea Fütterer, Leiterin der Abteilung Grundsatz und Politik betonte: "Mit
unserem umfassenden Ansatz der Klimagerechtigkeit gehen wir noch über
Klimaneutralität hinaus. Fairer Handel ist Teil der Lösung", weil er
Kleinproduzent*innen bei der Anpassung an die Klimakrise unterstützt, weil
kleinbäuerliche und ökologische Landwirtschaft klimafreundlicher ist und weil
faire Lieferketten eine größere Krisen-Resilienz haben."

Mit verschiedenen Maßnahmen hat die GEPA ihre Handelspartner in Klima- und
Corona-Krise unterstützt: Über den GEPA-Handelspartnerfonds werden
klimafreundliche Produktionsweisen und Bio-Anbau gefördert. Außerdem konnten
über diesen Fonds bereits im Mai 2020 insgesamt 23.000 Euro an Handwerkspartner
überwiesen werden. Eine gemeinsame Spendenaktion mit GEPA-Gesellschafter
MISEREOR erbrachte inklusive GEPA-Anteil von 15.000 Euro ca. 40.000 Euro. Aus
dem Corona-Hilfsfonds des "Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung" (BMZ) haben 27 GEPA-Lebensmittelpartner insgesamt rund 1,1
Millionen Euro erhalten. Eine zweite Runde wird gerade ausgestaltet.

Der Livestream zur Jahres-PK ist weiterhin abrufbar unter
https://www.gepa.de/jahres-pk-2021 .

3. Ökumenischer Kirchentag Frankfurt vom 13. bis 16. Mai 2021

Unter dem Leitwort "schaut hin!" findet der Ökumenische Kirchentag in diesem
Jahr digital und dezentral statt. Die GEPA ist Partner des Kirchentages. Per
Videostream kann man an vielen Veranstaltungen teilnehmen, Infos unter
https://www.oekt.de

Faire Woche

Die Faire Woche 2021 steht unter dem Motto "Zukunft fair gestalten -
#fairhandeln für Menschenrechte weltweit". Sie findet vom

10. - 24. September statt. Weitere Infos unter http://www.fairewoche.de

Honig-Special

Unter www.gepa.de/honeybefair
(https://www.gepa.de/gepa/themenspecials/honeybefair.html) findet man ein
umfangreiches Special zum neuen klimaneutralen Honig-Sortiment, unter anderem
auch mit dem Videostatement von Ángel Burgos zum Klimawandel und einer Seite zu
Honig und Klimagerechtigkeit unter https://www.gepa.de/honig-klimaneutral .

Als Fair Trade-Pionier steht die GEPA seit über 45 Jahren für Transparenz und
Glaubwürdigkeit ihrer Arbeit. Wir handeln als größte europäische Fair
Handelsorganisation mit Genossenschaften und sozial engagierten Privatbetrieben
aus Lateinamerika, Afrika, Asien und Europa. Durch faire Preise und langfristige
Handelsbeziehungen haben die Partner mehr Planungssicherheit. Hinter der GEPA
stehen MISEREOR, Brot für die Welt, die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen
Jugend in Deutschland (aej), der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ)
und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger". Für ihre Verdienste um den Fairen
Handel und die Nachhaltigkeit ist die GEPA vielfach ausgezeichnet worden, u. a.
beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis mit TOP3 in der Kategorie
"Unternehmenspartnerschaften 2020" für die langjährige Zusammenarbeit mit dem
Teepartner Tea Promoters India und mit dem "CSR-Preis der Bundesregierung 2020"
in der Kategorie "Verantwortungsvolles Lieferkettenmanagement". Als eines von
wenigen Unternehmen in Deutschland hat sich die GEPA nach dem Garantiesystem der
WFTO prüfen lassen. Näheres zu Preisen und Auszeichnungen sowie zur GEPA
allgemein unter https://www.gepa.de

Mitgliedschaften:

- World Fair Trade Organization (WFTO)
- European Fair Trade Association (EFTA)
- Forum Fairer Handel (FFH)

Hintergrund:

Wirtschaftliche Entwicklung Geschäftsjahr 2020

Vertriebsbereiche

Der Vertrieb Weltläden/Aktionsgruppen erreichte trotz schwieriger Situation
einen Umsatz von 17,6 Millionen Euro; insgesamt jedoch ein Rückgang von 11,7
Prozent.

Überproportional wuchs der Vertrieb Lebensmittel-, Bio- und Naturkosthandel um
15,3 Prozent auf 37,1 Millionen Euro.

Ebenfalls starkes Wachstum konnte der Onlineshop für Endkund*innen verzeichnen.
Er wuchs um 38,2 Prozent auf 2,5 Millionen Euro.

Der Vertrieb Außer-Haus-Service (z.B. Firmenkantinen oder Bildungseinrichtungen)
war und ist ganz besonders stark von der Pandemiesituation und der lang
anhaltenden Lockdown-Situation betroffen und erreichte 5,3 Millionen Euro, ein
Rückgang um 35 Prozent.

Der Umsatz im Bereich Ausland/Verarbeiter blieb mit 18,6 Millionen Euro auf
Vorjahresniveau.

Produktgruppen: 85,4 Prozent Lebensmittelumsatz mit bio

Der Kaffee-Umsatz stieg um 0,6 Prozent auf rund 34 Millionen Euro. Schokolade
steigerte sich auf 20,7 Millionen Euro um 7,1 Prozent. Der Bereich "Sonstige
Lebensmittel" ging um 5,4 Prozent zurück auf 24,9 Millionen Euro. Handwerk stieg
stark um 20,2 Prozent auf 1,5 Millionen Euro.

Pressekontakt:

GEPA - The Fair Trade Company

Barbara Schimmelpfennig
Pressesprecherin

Fon: 0202 - 266 83 60
Fax: 0202 - 266 83 10
Mail: mailto:presse@gepa.de

GEPA-Weg 1
42327 Wuppertal

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/43796/4913060
OTS: GEPA mbH

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