dpa-AFX Compact

Thyssenkrupp will für Klimaschutz mehr Schrott im Hochofen einsetzen

17.05.2021 um 12:42 Uhr

DUISBURG (dpa-AFX) - Der Stahlkonzern Thyssenkrupp will künftig mehr Schrott in seinen Hochöfen einsetzen, um den CO2-Ausstoß zu verringern. In einem gemeinsamen Projekt mit dem Stahlriesen will die Remondis-Tochter TSR ein Recyclingprodukt entwickeln, das höhere Schrottanteile beim Stahlkochen erlaubt. Durch den Einsatz von einer Tonne dieses Materials lasse sich etwa eine Tonne CO2 einsparen, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Produktionsstart soll voraussichtlich im Herbst 2022 sein.

Im Hochofen werden Koks und Kohle als sogenannte Reduktionsmittel eingesetzt, um dem Eisenerz bei hoher Temperatur den Sauerstoff zu entziehen. Durch Schrott lasse sich ein Teil der Kohle und damit der CO2-Emissionen einsparen, heißt es in der Mitteilung. Der Schrott stammt häufig von ausrangierten Autos oder Haushaltsgeräten mit hohem Stahlanteil. Als Recyclingprodukt für hochwertigen Stahl ist dieser Schritt aber nicht rein genug. TSR will jetzt ein Verfahren entwickeln, durch das unerwünschte Begleitstoffe im Schrott entfernt werden können.

Bei der Stahlproduktion entstehen große Mengen an klimaschädlichen Gasen. Allein das Duisburger Werk von Thyssenkrupp ist für rund zwei Prozent der deutschen CO2-Emissionen verantwortlich. Der Einsatz von größeren Schrottmengen ist nur ein Schritt auf dem Weg zur CO2-freien Stahlproduktion. Thyssenkrupp entwickelt deshalb wie andere Stahlhersteller Produktionsverfahren, bei denen Kohle durch grünen Wasserstoff ersetzt wird./hff/DP/eas

Trader-Coachings

Webinare

Wir glauben daran, dass gute Lerninhalte den Weg zum erfolgreichen Trader deutlich schmerzfreier gestalten als ein reines Learning by Doing.

Aktuelle Termine

„aktien” Magazin

„aktien” Magazin

Lernen Sie das aktien Magazin kennen und laden Sie sich noch heute Ihre kostenlose Probeausgabe als PDF herunter.

Probeausgabe
Hinweis: Die veröffentlichten Tradingsignale und Empfehlungen dienen lediglich der allgemeinen Information, sie sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sie entsprechen lediglich der aktuellen Einschätzung des verwendeten Handelssystems.
TraderFox GmbH: Impressum & Datenschutz - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Cookie-Erklärung