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dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR von 17.00 Uhr - 20.01.2022

20.01.2022 um 17:05 Uhr

Eurozone: Rekordwert bestätigt - Inflation steigt auf Rekordwert von 5,0 Prozent

LUXEMBURG - Die Inflation im Euroraum hat Ende 2021 einen Rekordwert erreicht. Die Verbraucherpreise stiegen im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 5,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung wurde bestätigt. Damit liegt die Inflationsrate so hoch wie noch nie seit der Einführung des Euro. Im Vormonat hatte die Teuerungsrate 4,9 Prozent betragen. Auch dies war bereits ein Rekord gewesen.

Deutschland: Erzeugerpreise steigen mit Rekordgeschwindigkeit

WIESBADEN - Der bereits hohe Preisauftrieb in Deutschland nimmt weiter zu. Im Dezember stiegen die Produzentenpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 24,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. Das ist der stärkste Anstieg seit Beginn der Erhebungen im Jahr 1949. Die Erwartungen von Analysten wurden klar übertroffen, sie hatten im Schnitt mit einem Zuwachs um 19,3 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich stiegen die Preise, die Hersteller für ihre Waren erhalten, um 5,0 Prozent. Auch das ist ein Rekordanstieg.

ROUNDUP: Leitzins in Türkei bleibt trotz hoher Inflation unverändert

ANKARA - Die türkische Notenbank hat auf ihrer mit Spannung erwarteten Sitzung den Leitzins stabil gehalten. Er bleibe bei 14 Prozent, teilte die Zentralbank in Ankara am Donnerstag mit. Die Währungshüter hatten den Leitzins zuvor mehrmals gesenkt und waren damit der Linie des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gefolgt, der ein Gegner hoher Zinsen ist. Experten waren davon ausgegangen, dass die Notenbank den Zinssatz diesmal beibehält, aber an ihrer angesichts der hohen Inflation vergleichsweise lockeren Geldpolitik festhält. Die Lira legte nach der Entscheidung zum Dollar und zum Euro zu und lag am Nachmittag bei rund 15 Lira zum Euro.

USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe legen deutlich zu

WASHINGTON - In den USA hat sich die Lage am Arbeitsmarkt etwas eingetrübt. Die Zahl der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, ein Kurzfristindikator, legte deutlich zu. In der vergangenen Woche erhöhten sich die Erstanträge um 55 000 auf 286 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag in Washington mitteilte. Analysten hatten dagegen mit einem leichten Rückgang auf 225 000 Anträge gerechnet.

USA: Philly-Fed-Index legt unerwartet deutlich zu

PHILADELPHIA - Das Geschäftsklima in der US-Region Philadelphia hat sich im Januar überraschend deutlich aufgehellt. Der Indikator der regionalen Notenbank für die Industrie (Philly-Fed-Index) stieg um 7,8 Punkte auf 23,2 Punkte, wie die Zentralbank am Donnerstag in Philadelphia mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit 19,0 Punkten gerechnet.

USA: Verkäufe bestehender Häuser fallen deutlich stärker als erwartet

WASHINGTON - In den USA sind die Verkäufe bestehender Häuser im Dezember überraschend deutlich gesunken. Sie fielen im Monatsvergleich um 4,6 Prozent, wie die Maklervereinigung National Association of Realtors (NAR) am Donnerstag in Washington mitteilte. Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Rückgang um lediglich 0,6 Prozent gerechnet. Im November wurde noch ein Anstieg von 2,2 Prozent verzeichnet.

Chinas Banken senken Kreditzinsen

PEKING - Die chinesischen Banken scheinen die niedrigeren Leitzinsen der Notenbank umgehend an die Wirtschaft weiterzugeben. Wie die chinesische Zentralbank am Donnerstag in Peking mitteilte, sinkt die einjährige Loan Prime Rate (LPR) um 0,1 Prozentpunkte auf 3,7 Prozent. Die fünfjährige LPR fällt um 0,05 Punkte auf 4,6 Prozent. Dieser Zins ist besonders Wichtig für das Niveau der Immobilienkredite. Der chinesische Häusersektor hatte zuletzt unter erheblichen Finanzproblemen großer Immobilienunternehmen wie Evergrande zu leiden.

Japans Exporte und Importe im Dezember auf Rekordhoch

TOKIO - Japans Exporte sind dank starker Nachfrage nach Autos im Dezember auf einen Rekordwert gestiegen. Wie das Finanzministerium am Donnerstag auf Basis vorläufiger Daten bekanntgab, legten die Ausfuhren der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt im zehnten Monat in Folge zu, und zwar um 17,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 7,9 Billionen Yen (rund 61 Mrd Euro). Der Anstieg fiel damit etwas höher als von Experten erwartet aus. Auch die Importe zogen wegen hoher Energiepreise kräftig um 41,1 Prozent auf 8,5 Billionen Yen an. Die Handelsbilanz wies damit ein Defizit von 582,4 Mrd Yen aus.

Frankreich: Geschäftsklima trübt sich ein - bleibt aber überdurchschnittlich

PARIS - Die Unternehmensstimmung in Frankreich hat sich zu Jahresbeginn eingetrübt. Das Geschäftsklima fiel von Dezember auf Januar um zwei Punkte auf 107 Zähler, wie das Statistikamt Insee am Donnerstag in Paris mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit 109 Punkten gerechnet. Trotz des Rückgangs liegt das Stimmungsbarometer über seinem langfristigen Durchschnitt. Bis auf die Industrie trübte sich die Stimmung in allen betrachteten Bereichen ein.

ROUNDUP: RKI registriert 133 536 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 638,8

BERLIN - Die vom Robert Koch-Institut (RKI) gemeldete bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz hat erstmals die Schwelle von 600 überschritten. Das RKI gab den Wert der Neuinfektionen pro 10 000 Einwohner und Woche am Donnerstagmorgen mit 638,8 an.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/la

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