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ROUNDUP: Airbus kĂŒndigt im Streit mit Qatar Airways Vertrag fĂŒr A321neo

21.01.2022 um 19:58 Uhr

LONDON (dpa-AFX) - Der Streit zwischen Airbus und Qatar Airways geht in eine neue Runde. Der Flugzeugbauer kĂŒndigte der Airline einen Auftrag fĂŒr seinen aktuell schwer verfĂŒgbaren neuen Jet A321neo, wie Airbus am Freitag auf Nachfrage bestĂ€tigte. Zuvor hatten mehrere Medien darĂŒber berichtet. Mit der Verweigerung der Lieferung von 50 bestellten Jets wehrt sich Airbus auch außergerichtlich gegen einen seiner wichtigsten Kunden. An der Börse setzte die Nachricht der Airbus-Aktie zu, sie verlor am Freitag ĂŒber zwei Prozent.

Qatar Airways hatte im Dezember gegen Airbus beim High Court in London eine Klage wegen LackschĂ€den bei seinem Großraumjet A350 eingereicht. Der Flugzeugbauer beschuldigt nun wiederum die staatliche Airline, ein lokales Landeverbot fĂŒr 21 A350-Jets in ihrem Besitz bei den Behörden des arabischen Emirats Katar durchgesetzt zu haben, um den Forderungen nach Schadenersatz fĂŒr die vermeintlichen OberflĂ€chenmĂ€ngel Nachdruck zu verleihen.

FĂŒr das Landeverbot gebe es jedoch "keine vernĂŒnftige Grundlage", hieß es in am Donnerstag veröffentlichten Dokumenten von Airbus zur Vorbereitung einer Anhörung vor dem Gericht. Qatar Airways habe das Landeverbot vielmehr veranlasst oder geduldet, weil es angesichts der von der Pandemie beeinflussten Nachfrage in seinem wirtschaftlichen Interesse liege, die Flugzeuge am Boden zu halten, machte Airbus geltend.

Qatar Airways hatte wegen der bemĂ€ngelten Probleme an der OberflĂ€chenbeschichtung einen Teil seiner mehr als 50 Maschinen der A350-Reihe außer Betrieb genommen. Bereits im Juni wurde die Abnahme bestellter Jets ausgesetzt. Airbus-Programmchef Philippe Mhun hatte hingegen betont, die Probleme seien nicht sicherheitsrelevant.

Qatar Airways betonte in einer Mitteilung, die SchĂ€den seien nicht nur oberflĂ€chlich. "Einer der MĂ€ngel fĂŒhrt dazu, dass das Blitzschutzsystem des Flugzeugs freiliegt und beschĂ€digt wird, ein anderer Mangel fĂŒhrt dazu, dass die darunter liegende Verbundwerkstoffstruktur Feuchtigkeit und ultraviolettem Licht ausgesetzt ist, und andere MĂ€ngel umfassen Risse im Verbundwerkstoff sowie SchĂ€den um einen hohen Prozentsatz von Nieten am Flugzeugrumpf", hieß es am Freitag.

Es sei bedauerlich und frustrierend, dass Airbus offenbar beschlossen habe, den Streit auszuweiten und zu eskalieren. "Wir fordern Airbus weiterhin nachdrĂŒcklich auf, eine zufriedenstellende Ursachenanalyse der Fehlerursache durchzufĂŒhren, so wie es notwendig ist". Qatar Airways sei nach wie vor bereit, dabei zu helfen. In der Zwischenzeit werde die Airline ihre Position in dem Gerichtsverfahren energisch verteidigen./tav/hgo/DP/he

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