Delticom AG
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DGAP-News: Delticom veröffentlicht Geschäftsbericht 2021: Zweistelliges Umsatzplus im Q4, deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Gesamtjahr, Veränderung im Vorstand (deutsch)

24.03.2022 um 12:50 Uhr

Delticom veröffentlicht Geschäftsbericht 2021: Zweistelliges Umsatzplus im Q4, deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Gesamtjahr, Veränderung im Vorstand

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DGAP-News: Delticom AG / Schlagwort(e): Jahresbericht
Delticom veröffentlicht Geschäftsbericht 2021: Zweistelliges Umsatzplus im
Q4, deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Gesamtjahr, Veränderung im
Vorstand

24.03.2022 / 12:49
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Delticom veröffentlicht Geschäftsbericht 2021: Zweistelliges Umsatzplus im
Q4, deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Gesamtjahr, Veränderung im
Vorstand

Hannover, den 24. März 2022 - Die Delticom AG (WKN 514680, ISIN
DE0005146807, Börsenkürzel DEX) veröffentlicht am heutigen Tag den
Geschäftsbericht 2021.

* Umsatzwachstum um 8,2 % von 541,3 Mio. EUR auf 585,4 Mio. EUR

* Umsatzplus im Q4 21 von mehr als 12 %

* Deutliche Steigerung des operativen EBITDA im Gesamtjahr um mehr als 24
% mittels eines gezielten Margen- und Kostenmanagements

* EBITDA insgesamt von 15,0 Mio. EUR auf 17,1 Mio. EUR (+13,7 %) erhöht

* Konzernergebnis mit 6,8 Mio. EUR auf Vorjahresniveau

* Finanzverschuldung gegenüber den Banken im Jahresverlauf um mehr als 30
Mio. EUR reduziert, operative und finanzielle Sanierung abgeschlossen

* Free Cashflow in Höhe von 21,5 Mio. EUR deutlich über dem Planwert von
mehr als 10 Mio. EUR

* Erhöhung des Eigenkapitals um 23,2 Mio. EUR auf 38,0 Mio. EUR (2020: 14,8
Mio. EUR)

Gesamtaussage
Die pandemische Lage, die damit verbundenen Restriktionen und die Situation
an den weltweiten Rohstoff- und Zuliefermärkten haben nicht zuletzt auch im
europäischen Ersatzreifengeschäft in den letzten zwei Jahren ihre Spuren
hinterlassen. Mittels eines umfassenden Maßnahmenplans einhergehend mit der
Refokussierung auf das Kerngeschäft - dem Onlinereifenhandel in Europa - ist
es Delticom in dieser Zeit gelungen, das operative Kerngeschäft auf einen
profitablen Wachstumskurs zurückzuführen. Im Fokus der geschäftlichen
Ausrichtung stand im letzten Jahr weiterhin die Verbesserung der Margen- und
Kostensituation, um die Profitabilität der Gesellschaft nachhaltig zu
stärken. Mit dem im abgeschlossenen Geschäftsjahr erzielten Umsatz in Höhe
von 585,4 Mio. EUR und einem EBITDA von 17,1 Mio. EUR hat die Gesellschaft ihre
zu Beginn des abgeschlossenen Geschäftsjahres formulierten Zielsetzungen in
einem volatilen Marktumfeld erreicht. Mittels eines gezielten Kosten- und
Margenmanagements ist es der Gesellschaft gelungen, das operative EBITDA
(vor außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen) im Vergleich zum Vorjahr
um mehr als 3,1 Mio. EUR bzw. 24 % zu steigern und die planmäßig rückläufigen
Erträge aus Projektgeschäften zu kompensieren. Die zur Jahresmitte
erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung trug wesentlich zur Entschuldung
des Unternehmens im Jahresverlauf und zur Stärkung des Eigenkapitals der
Gesellschaft bei. Zum Ende des Berichtszeitraums wurde die
Anschlussfinanzierung erfolgreich abgeschlossen. Vor dem Hintergrund der
positiven Entwicklung konnte der Finanzierungsrahmen um 50 Mio. EUR reduziert
werden. Der im Dezember 2021 abgeschlossene Konsortialkreditvertrag hat eine
Laufzeit von zwei Jahren und ist in Hinblick auf die zukünftigen
Wachstumsziele der Gesellschaft ausreichend gestaltet.

Das Geschäftsjahr 2021

Marktumfeld. Gemäß dem Branchenverband ETRMA (European Tyre & Rubber
Manufacturers Association) konnte das europäische Pkw-Ersatzreifengeschäft
im letzten Jahr zwar eine Absatzsteigerung von knapp 14 % verzeichnen.
Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegt das erzielte Absatzplus allerdings
nur bei 0,2 %. Der Grad und die Geschwindigkeit der Erholung fielen in den
einzelnen Ländern Europas im letzten Jahr noch sehr uneinheitlich aus. In
Deutschland, dem größten Einzelmarkt in Europa, wurden gegenüber dem Vorjahr
1,7 % mehr Pkw-Reifen vom Handel an die Verbraucher abgesetzt. Gemessen am
entsprechenden Vergleichszeitraum 2019 (Vor-Corona-Jahr) liegt der Absatz
gemäß der Branchenverbände hierzulande um 8,9 % zurück.

Umsatz. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erlöste der Delticom-Konzern insgesamt
Umsätze in Höhe von 585,4 Mio. EUR, ein Anstieg um 8,2 % gegenüber dem
Vorjahreswert von 541,3 Mio. EUR. Nach einem moderaten Umsatzwachstum von rund
5 % im ersten Halbjahr bzw. 6,5 % im Kerngeschäft, ist es der Gesellschaft
gelungen, den Konzernumsatz in der zweiten Jahreshälfte um 10,8 % zu
steigern. Die inflationäre Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten führte ab
der Jahresmitte und damit insbesondere im Vorfeld der Wintersaison zu einer
Erhöhung der Einstandspreise. Nachdem im dritten Quartal Kosteneinsparungen
gezielt an die Kunden weitergegeben worden waren um das Wachstum mittels
eines vorgezogenen Starts in das Wintergeschäft zu beschleunigen, wurden die
gestiegene Preise nebst Inflationsaufschlag im Wintergeschäft planmäßig an
die Kunden weitergegeben. Mit 209,1 Mio. EUR liegt der Umsatz im
Schlussquartal um 12,5 % über dem Vergleichszeitraum (Q4 2020: 186,0 Mio.
EUR).

Bruttomarge. Die Bruttomarge (Handelsspanne ohne sonstige betriebliche
Erträge) betrug für das abgelaufene Geschäftsjahr 21,9 % nach 22,7 % im
entsprechenden Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der Bruttomarge im
Vorjahresvergleich resultiert im Wesentlichen aus der Margensteuerung im
dritten Quartal, in welchem Kosteneinsparungen im Bereich der direkt
absatzabhängigen Kosten gezielt und zeitlich limitiert an die Kunden
weitergegeben wurden, um den Start in die Wintersaison vorzuziehen. Im
vierten Quartal hat die Gesellschaft die Verkaufspreise entsprechend des
inflationären Preisumfelds gestaltet. Die im letzten Jahresviertel erzielte
Bruttomarge lag mit 21,6 % über Vorjahr (Q4 2020: 20,5 %, bereinigt 21,6 %)
bzw. auf dem Niveau der um den Effekt der Reklassifizierung von Teilen der
Transportkosten bereinigten Bruttomarge.

Sonstige betriebliche Erträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge
verringerten sich im Berichtszeitraum auf 28,6 Mio. EUR (2020: 33,0 Mio. EUR).
Der Rückgang um 13,1 % resultiert im Wesentlichen aus dem im
Vorjahresvergleich verringerten Erfolgsbeitrag aus Projektgeschäften. Dieser
Ergebnisbeitrag beläuft sich für das abgeschlossene Geschäftsjahr auf 5,9
Mio. EUR, nach 9,5 Mio. EUR im Vorjahr. Aus dem Grundstücksverkauf einer
Tochtergesellschaft wurde zudem ein Ergebnisbetrag in Höhe von 0,3 Mio. EUR
erzielt. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge im
Vorjahresvergleich ist folglich nicht aus dem operativen Geschäft heraus
begründet.

Rohertrag. Im Berichtszeitraum erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem
entsprechenden Vorjahreswert um 0,5 % von 155,9 Mio. EUR auf 156,6 Mio. EUR. Im
Verhältnis zur Gesamtleistung in Höhe von 614,0 Mio. EUR (2020: 574,2 Mio. EUR)
betrug der Rohertrag 25,5 % (2020: 27,1 %).

Personalaufwand. Zum Stichtag 31.12.2021 waren insgesamt 174 Mitarbeiter
(inkl. Auszubildender) im Konzern angestellt (31.12.2020: 177). Im
Berichtszeitraum beschäftigte der Konzern im Durchschnitt 174 Mitarbeiter
(2020: 196). Der Personalaufwand belief sich im Berichtszeitraum auf 13,4
Mio. EUR (2020: 14,3 Mio. EUR, -6,3 %).

Sonstige betriebliche Aufwendungen. Innerhalb der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen sind die Transportkosten die größte Einzelposition. Sie
beliefen sich im Berichtszeitraum auf 53,6 Mio. EUR, ein Anstieg um 7,0 %
gegenüber Vorjahr (2020: 50,1 Mio. EUR). Mit der Inbetriebnahme des neuen
Lagerstandorts im Dreiländereck Deutschland, Frankreich, Schweiz zu Beginn
des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurden die Transportwege zu den Kunden
weiter optimiert.

Marketing. Die Marketingaufwendungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf
18,8 Mio. EUR und liegen damit nahezu auf Vorjahresniveau (2020: 18,9 Mio. EUR,
-0,3 %). In der zweiten Jahreshälfte konnten die Ausgaben für Werbemaßnahmen
aufgrund der Nachfrageentwicklung um 5,4 % auf 9,9 Mio. EUR reduziert werden.
Die Marketingaufwandsquote für das Gesamtjahr beträgt 3,2 % vom Umsatz
(2020: 3,5 %).

EBITDA. Das EBITDA stieg im Berichtszeitraum von 15,0 Mio. EUR auf 17,1 Mio.
EUR, ein Anstieg um 13,7 %. Die EBITDA-Marge für das Gesamtjahr beträgt 2,9 %
(2020: 2,8 %). Der Fokus auf Profitabilität und das konsequente
Kostenmanagement trugen zu einer deutlichen Verbesserung des operativen
EBITDA bei. Dieses liegt mit 15,8 Mio. EUR um 24,4 % über dem
Vergleichszeitraum (2020: 12,7 Mio. EUR).
Während im abgeschlossenen Geschäftsjahr die im Zusammenhang mit der
Restrukturierung, der durchgeführten Kapitalerhöhung und dem Abschluss der
Anschlussfinanzierung angefallenen außerordentlichen Aufwendungen in Höhe
von insgesamt 4,9 Mio. EUR durch außerordentliche Erträge sowohl aus dem
Projektgeschäft als auch aus einem Grundstücksverkauf in Höhe von insgesamt
6,2 Mio. EUR kompensiert werden konnten, waren im Jahr zuvor noch
außerordentliche Aufwendungen im Zusammenhang mit der Restrukturierung und
den damit einhergehenden Geschäftseinstellungen in Höhe von 7,2 Mio. EUR
entstanden, welche seinerzeit durch einen Ergebnisbeitrag aus
Projektentwicklungen in Höhe von 9,5 Mio. EUR ausgeglichen wurden.

Abschreibungen. Die Abschreibungen stiegen im Berichtszeitraum um 3,6 % von
9,7 Mio. EUR auf 10,0 Mio. EUR. Hierbei handelt es sich mit 6,8 Mio. EUR (Vorjahr:
5,4 Mio. EUR) um Abschreibungen für Nutzungsrechte gemäß IFRS 16. Der Anstieg
resultiert im Wesentlichen aus der Anmietung des neuen Lagerstandorts im
Dreiländereck zum Ende des Geschäftsjahres 2020.

Finanzergebnis. Die Verbesserung des Finanzergebnisses um 0,7 Mio. EUR auf
-2,1 Mio. EUR (2020: -2,8 Mio. EUR) geht im Wesentlichen mit der Entschuldung
des Unternehmens im Jahresverlauf und einem entsprechend verringerten
Zinsaufwand einher (2021: 2,3 Mio. EUR, 2020: 2,9 Mio. EUR).

EBIT. Das in 2021 erzielte EBIT betrug 7,1 Mio. EUR, nach 5,4 Mio. EUR im Jahr
zuvor. Dies entspricht einen Anstieg der EBIT-Marge auf 1,2 % (2020: 1,0 %).

Ertragsteuern. Für das abgeschlossen Geschäftsjahr ergibt sich ein
Steuerertrag in Höhe von 1,9 Mio. EUR, nach 4,3 Mio. EUR im Vorjahr. Einem
Steueraufwand aus Ertragsteuern in Höhe von 0,7 Mio. EUR stehen Erträge aus
latenten Steuern in Höhe von 2,6 Mio. EUR gegenüber. Diese resultieren aus
vorhandenen steuerlichen Verlustvorträgen, die genutzt werden können.

Konzernergebnis. Das Konzernergebnis fällt mit 6,8 Mio. EUR bzw. 0,49 EUR je
Aktie im Vorjahresvergleich nur leicht geringer aus (2020: 6,9 Mio. EUR bzw.
0,55 EUR je Aktie). Das für die Ausschüttung relevante Ergebnis der Delticom
AG beläuft sich auf 2,5 Mio. EUR bzw. 0,17 EUR je Aktie (2020: 3,1 Mio. EUR bzw.
0,25 EUR je Aktie).

Vorräte. Größter Posten im kurzfristig gebundenen Vermögen sind die Vorräte.
Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten geht mit steigenden Einstandspreisen
einher. Vor dem Hintergrund eines inflationären Preisumfelds hat die
Gesellschaft die Bevorratung für das Sommerreifengeschäft zu einem gewissen
Teil ins abgeschlossene Geschäftsjahr vorzogen. Die Vorräte fallen im
Stichtagsvergleich entsprechend mit 46,6 Mio. EUR um 9,7 Mio. EUR höher aus
(31.12.2020: 36,9 Mio. EUR). Bedingt durch ein aktives Bestandsmanagement und
den höheren Absatz hat sich 2021 die durchschnittliche Reichweite
(durchschnittliche Höhe des Vorratsbestands dividiert durch
durchschnittlichen Materialaufwand pro Tag) auf 33,3 Tage reduziert (2020:
43,7 Tage).

Liquidität. Die flüssigen Mittel verzeichneten einen Nettozufluss von 0,3
Mio. EUR. Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode enthält neben den in der
Konzernbilanz ausgewiesenen flüssigen Mitteln in Höhe von 4,9 Mio. EUR
(31.12.2020: 5,6 Mio. EUR) auch die nach IFRS 5 unter der Position "Zur
Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" ausgewiesenen flüssigen Mittel in Höhe
von 1,1 Mio. EUR der zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres veräußerten
US-Tochtergesellschaft.

Die kurzfristigen Finanzschulden beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 13,9
Mio. EUR, ein Rückgang um 30,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (2020: 44,5
Mio. EUR). Sie beinhalten den Kurzfristanteil der Leasingverpflichtungen aus
den langfristigen Mietverhältnissen in nahezu unveränderter Höhe von 8,6
Mio. EUR (31.12.2020: 8,4 Mio. EUR). Die kurzfristigen Finanzschulden gegenüber
Banken beliefen sich zum Jahresende auf 5,3 Mio. EUR (31.12.2020: 36,1 Mio.
EUR). Der Gesellschaft ist es im abgeschlossenen Geschäftsjahr gelungen, die
Finanzverschuldung gegenüber den Banken um mehr als 30 Mio. EUR zu reduzieren

Free Cashflow. Der Free Cashflow (operativer Cashflow abzüglich Cashflow aus
Investitionstätigkeit) ist im Vorjahresvergleich von 34,3 Mio. EUR auf 21,5
Mio. EUR gesunken. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der gegenüber
dem Vorjahr veränderten Bevorratung aufgrund weiter steigender
Einkaufspreise. Während die Sommerbevorratung für das Geschäftsjahr 2021
gezielt zu Beginn des entsprechenden Jahres mit der schrittweisen
Inbetriebnahme des neuen Lagerstandorts erfolgte, so wurde ein Teil der
Sommerbevorratung für das laufende Geschäftsjahr bereits in das
abgeschlossene Geschäftsjahr vorgezogen. Dessen ungeachtet fällt der Free
Cashflow deutlich höher aus als in unserer Planung - mehr als 10 Mio. EUR -
für das Gesamtjahr 2021 ursprünglich vorgesehen. Die Gesellschaft wendet das
indirekte Cashflow-Verfahren an. Die am Bilanzstichtag zur Veräußerung
gehaltenen Vermögenswerte und Schulden sind entsprechend in die
Cashflow-Rechnung eingeflossen.

Eigenkapital. Das Eigenkapital erhöhte sich deutlich um 23,2 Mio. EUR oder
156,6 % auf 38,0 Mio. EUR (Vorjahr: 14,8 Mio. EUR). Im Rahmen der im letzten
Jahr über zwei Transaktionen durchgeführten Kapitalerhöhung wurden insgesamt
2.368.030 neue, nennbetragslose, auf den Namen lautenden Stückaktien
ausgegeben. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich entsprechend im
Vorjahresvergleich um rund 2,4 Mio. EUR (31.12.2021: 14,8 Mio. EUR, 31.12.2020:
12,5 Mio. EUR). Der Platzierungspreis belief sich sowohl im Rahmen der
Bezugsrechts-Kapitalerhöhung als auch bei der
Bezugsrechtsfreien-Kapitalerhöhung auf 7,12 EUR je Aktie. Nach Passivierung
der Kosten im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung erhöhte sich die
Kapitalrücklage im Vorjahresvergleich entsprechend um 14 Mio. EUR (31.12.2021:
47,7 Mio. EUR, 31.12.2020: 33,7 Mio. EUR). Das im abgeschlossenen Geschäftsjahr
erzielte Konzernergebnis in Höhe von 6,8 Mio. EUR trug darüber hinaus zu einer
weiteren Stärkung des Eigenkapitals bei. Die Struktur der Passiva zeigt im
Vergleich zum Vorjahr folglich eine Steigerung der Eigenkapitalquote von 7,4
% auf 17,5 %.

Ausblick 2022

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 rechnet die Delticom-Gruppe mit einem
Gesamtjahresumsatz in einer Spanne zwischen 480 Mio. EUR und 520 Mio. EUR. Das
Geschäft in den USA hat im abgeschlossenen Geschäftsjahr mit rund 70 Mio. EUR
zum Konzernumsatz beigetragen. Das US-Geschäft wurde in den letzten Jahren
auf Profitabilität ausgerichtet und erzielte dennoch nur niedrige Gewinne.
Dies liegt in den sich im Vergleich zu Europa wesentlich unterscheidenden
Marktstrukturen begründet.
Durch die vorzunehmende Entkonsolidierung des US-Geschäfts vor dem
Hintergrund des erfolgreichen Verkaufs unserer Gesellschaftsanteile zu
Beginn des laufenden Geschäftsjahres ergibt sich für den Konzernumsatz im
laufenden Jahr gegenüber dem Vorjahr ein entsprechender Rückgang. Zum
aktuellen Zeitpunkt besteht hinsichtlich der Marktentwicklungen im laufenden
Jahr noch erhebliche Unsicherheit. Wir schätzen den Umsatz konservativ ein,
da wir die indirekten Auswirkungen des Ukraine Krieges, wie beispielsweise
den Einfluss steigender Preise an den Tankstellen auf die Reifennachfrage in
Europa, zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös einschätzen können. Die
Gesellschaft ist derzeit weder in der Ukraine noch in Russland vertrieblich
aktiv. Eine direkte Umsatzauswirkung des Ukraine-Kriegs und der in diesem
Zusammenhang gegen Russland verhängten Sanktionen besteht daher nicht.
Mögliche gesamtwirtschaftliche Entwicklungen und deren Einflüsse auf das
Marktumfeld lassen sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht antizipieren und wurden
daher in der Prognose nicht berücksichtigt.

Auch in diesem Jahr liegt unser Fokus unverändert auf profitablem Wachstum.
Das operative EBITDA im Gesamtjahr planen wir in einer Spanne von 12 Mio. EUR
und 15 Mio. EUR. Aus dem Verkauf der US-Anteile resultiert zudem ein
EBITDA-Beitrag in Höhe von rund 2,5 Mio. EUR. Ein mögliches Reinvestment im
laufenden Jahr ist nicht ausgeschlossen. Die für dieses Jahr geplanten
Ergebnisbeiträge aus Projektentwicklungen werden die Kosten des
Konsortialkreditvertrags decken und dementsprechend keinen zusätzlichen
Ergebnisbeitrag liefern.

Veränderung im Vorstand der Delticom AG

Thomas Loock, Finanzvorstand der Delticom AG, wird sein Amt als Mitglied des
Vorstands der Delticom AG am Ende des Tages der Hauptversammlung
(10.05.2022) im besten beiderseitigen Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat
niederlegen. Das Unternehmen, insbesondere der gesamte Vorstand, bedauert
den Weggang von Herrn Loock sehr und bedankt sich für seinen herausragenden
Einsatz und die erzielten Erfolge im Unternehmen in den zurückliegenden
Jahren. Die finanzielle und somit die vollständige Beendigung der Sanierung
wurde Ende Januar 2022 mit der Aktivierung des Konsortialkreditvertrages
erreicht. Damit ist die Delticom für die nächsten zwei Jahre
durchfinanziert. Ein stringentes Working Capital Management und die
erfolgreiche Kapitalerhöhung Mitte des letzten Jahres haben wesentlich zur
Entschuldung des Unternehmens beigetragen. Mit dem erfolgreichen Verkauf der
Anteile an der US-Tochtergesellschaft ist die strategische Refokussierung
auf den Online-Reifenhandel in Europa ebenso abgeschlossen. Im Zusammenhang
mit dem Erreichen dieser strategischen Ziele und der Etablierung einer guten
Basis für die Zukunft hat sich Thomas Loock entschieden, sich neuen
beruflichen Herausforderungen zu stellen. Die Gesellschaft wird die Stelle
des Finanzvorstands neu besetzen und hat den Prozess zur Nachbesetzung
bereits aktiv eingeleitet. Nach dem Ausscheiden von Herrn Loock im Mai wird
Andreas Prüfer die Ressorts von Herrn Loock bis zur Neubesetzung
interimsweise übernehmen.

Der vollständige Bericht für das Geschäftsjahr 2021 steht auf der
Internetseite www.delti.com im Bereich "Investor Relations" zum Download zur
Verfügung.

Über Delticom:

Mit der Marke ReifenDirekt ist die Delticom AG das führende Unternehmen in
Europa für die Onlinedistribution von Reifen und Kompletträdern.

Das Produktportfolio für Privat- und Geschäftskunden umfasst ein beispiellos
großes Sortiment aus mehr als 600 Marken und rund 40.000 Reifenmodelle für
Pkw und Motorräder. Kompletträder und Felgen komplettieren das
Produktangebot. In 73 Ländern betreibt die Gesellschaft 359 Onlineshops
sowie Onlinevertriebsplattformen und betreut darüber mehr als 17,4 Millionen
Kunden.

Zum Service gehört, dass die bestellten Produkte auf Wunsch des Kunden zur
Montage zu einem der europaweit über 34.000 Werkstattpartner von Delticom
geschickt werden können.

Das Unternehmen mit Sitz in Hannover, Deutschland, ist vornehmlich in Europa
tätig und besitzt umfassendes Know-how beim Aufbau und Betrieb von
Onlineshops, in der Internet-Kundenakquise, in der Internetvermarktung sowie
beim Aufbau von Partnernetzwerken.

Seit der Gründung 1999 hat Delticom eine umfassende Expertise bei der
Gestaltung effizienter und systemseitig voll integrierter Bestell- und
Logistikprozesse aufgebaut. Eigene Läger gehören zu den wesentlichen Assets
der Gesellschaft.

Im Geschäftsjahr 2021 hat die Delticom AG einen Umsatz von rund 585
Millionen Euro generiert. Zum Ende des letzten Jahres waren 174 Mitarbeiter
im Unternehmen beschäftigt.

Die Aktien der Delticom AG sind seit Oktober 2006 im Prime Standard der
Deutschen Börse gelistet (ISIN DE0005146807).

Im Internet unter: www.delti.com

Kontakt:

Delticom AG
Investor Relations
Melanie Becker
Brühlstraße 11
30169 Hannover
Tel.: +49 (0)511-93634-8903
Fax: +49 (0)511-8798-9138
E-Mail: melanie.becker@delti.com

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24.03.2022 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
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Brühlstraße 11
30169 Hannover
Deutschland
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Fax: +49 (0)511 8798 9138
E-Mail: info@delti.com
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1311207 24.03.2022

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