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APA ots news: AIT Mobility Observation Box gewinnt Ö3-Verkehrsaward 2022 - BILD

18.05.2022 um 09:11 Uhr

Verkehrssicherheit objektiv erfassen und verbessern: Das am
Center for Low-Emission Transport entwickelte Tool überzeugte
in der Kategorie "Idee des Jahres"

Wien (APA-ots) - Großer Erfolg für das AIT-Verkehrssicherheitsteam um
Anna Huditz, Peter Saleh und Michael Aleksa: Die Mobility Observation
Box, ein KI-basiertes System zur Erfassung und objektiven Bewertung
von Verkehrsinfrastruktur und Konfliktsituationen, gewinnt den
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie "Idee des Jahres". Am Dienstag
durften die AIT-Expertinnen und Experten die Auszeichnung im Rahmen
einer feierlichen Preisverleihung von Klimaschutzministerin Leonore
Gewessler, Innenminister Gerhard Karner, ORF-Radiodirektorin Ingrid
Thurnher und Ö3-Senderchef Georg Spatt entgegennehmen. Nach der
Auszeichnung der Mobility Observation Box mit dem renommierten
deutschen DEKRA-Award 2021 in der Kategorie "Sicherheit im Verkehr"
im letzten November ist dies für das AIT-Team eine weitere
Bestätigung der erfolgreichen Forschungsarbeit im Dienste einer
sicheren und nachhaltigen Mobilität.

Zwtl.: Höhere Sicherheit - insbesondere für ungeschützte
Verkehrsteilnehmer:innen

Um eine nachhaltige Mobilität zu fördern, ist es besonders
wichtig, die Verkehrssicherheit ungeschützter und nicht-motorisierter
Verkehrsteilnehmer:innen zu steigern. Wenn sich Fußgänger:innen,
Radfahrer:innen aber auch Scooter-Fahrer:innen auf ihren täglichen
Wegen nicht sicher fühlen, werden sie nachhaltige Mobilitätsformen
selten wählen. Aus diesem Grund ist es notwendig, die Infrastruktur
gerade für diese Gruppen ansprechend und vor allem sicher zu
gestalten.

Dass eine Erhöhung der Sicherheit von ungeschützen
Verkehrsteilnehmer:innen dringend notwendig ist, zeigt die
Unfalltstatistik sehr deutlich: Während in den letzten zehn Jahren
die Anzahl der im Verkehr verletzten oder getöteten Pkw-Fahrer:innen
kontinuierlich gesunken ist, gab es gleichzeitig einen Anstieg der
Unfälle mit Personenschaden bei Rad- und Fußgänger:innen um annähernd
40 Prozent. Hier braucht es einen proaktive Herangehensweise, die bei
Verkehrskonflikten oder sogenannten Beinaheunfällen ansetzt.
Konflikte treten wesentlich häufiger als Unfälle auf und bieten
dadurch eine deutlich größere Datengrundlage für die Evaluierung
potentieller Gefahrenstellen. Die Konfliktanalyse ist somit ein
bewährtes Mittel zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

Zwtl.: Mobility Observation Box: Verkehrsevaluierung und gezielte
Verbesserungsmaßnahmen

Vor diesem Hintergrund haben die Expert:innen des AIT die Mobility
Observation Box entwickelt: Eine kompakte Box filmt mit einer Kamera
das Verkehrsgeschehen, ohne es zu beeinflussen, danach werden die
Daten KI-basiert analysiert. So ist es nun erstmals möglich, die
Sicherheit von Verkehrsinfrastrukturen nach objektiven Kriterien zu
messen und dadurch vergleichbar zu machen.

Die erhobenen Daten sind die Basis für die Entwicklung eines
risikobasierten Bewertungsverfahrens, basierend auf maschinellem
Lernen und künstlicher Intelligenz. Dies ermöglicht das hochpräzise
Monitoring aller Bewegungen der verschiedenen Gruppen von
Verkehrsteilnehmer:innen (Fußgänger:innen, Radfahrer:innen, Pkw, Lkw,
Scooter, usw.) in einem bestimmten Straßenabschnitt. Die Messungen
sind wiederholbar und stören den Verkehrsfluss nicht. Jeder
Straßennutzer wird detektiert, klassifiziert und seine Bewegungslinie
aufgezeichnet.

Die so gewonnen Daten werden genutzt, um Kennzahlen für
Verkehrskonflikte wie beispielsweise Konfliktschwere oder
Relativgeschwindigkeiten abzuleiten, sowie um allgemeine
verkehrstechnische Parameter wie Verkehrsstärken, Geschwindigkeiten,
etc.zu ermitteln.

Datenschutz und Datensicherheit haben dabei höchste Priorität: Die
Mobility Observation Box ist behördlich genehmigt und erfüllt
strengste gesetzliche Auflagen. Durch die automatisierte
Anonymisierung aller Verkehrsteilnehmer:innen wird dem Datenschutz in
höchstem Maße Rechnung getragen, und es können keine Rückschlüsse auf
einzelne Personen gezogen werden.

Das bessere Verständnis von möglichen Unfallursachen hilft bei der
Verbesserung der Sicherheitsmaßnahmen, ohne sich nur auf historische
Unfalldaten zu beziehen. Ziel der Erhebung mit der Mobility
Observation Box sind objektive und vergleichbare Evaluierungen der
Auswirkungen diverser infrastruktureller und verkehrstechnischer
Maßnahmen auf das Unfall- und Verletzungsrisiko.

Zwtl.: Viele unterschiedliche Einsatzmöglichkeiten

Anna Huditz, Head of Competence Unit Transportation Infrastructure
Technologies am AIT Center for Low-Emission Transport: "Sicherheit im
Verkehr hängt ganz maßgeblich von der Beschaffenheit der jeweiligen
Infrastruktur ab. Und Sicherheit ist messbar - ob innerstädtisch, bei
Eisenbahnkreuzungen oder auf Autobahnauffahrten. Mit der Mobility
Observation Box stellen wir den Verkehrsinfrastrukturbetreibern nun
ein Tool zur Verfügung, das tatsächlich helfen kann, schwere Unfälle
zu verhindern - ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Vision
Zero."

Michael Aleksa, Senior Research Engineer und maßgeblich an der
Entwicklung der Mobility Observation Box beteiligt, ergänzt: "Wir
sind davon überzeugt, dass wir mit der Mobility Observation Box einen
essenziellen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit aller
Verkehrsteilnehmer:innen leisten können. Dies rechtfertigt die viele
Arbeit, die wir in den letzten Jahren in unsere Forschungsarbeit
investiert haben. Umso mehr freut es mich, dass wir nun mit dem
Ö3-Verkehrsaward in der Kategorie ,Idee des Jahres auszeichnet
wurden. Dafür bedanke ich mich herzlich!"

Zwtl.: Über den Ö3-Verkehrsaward

Hitradio Ö3, das Bundesministerium für Inneres und das
Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität,
Innovation und Technologie prämieren mit dem 20. Ö3-Verkehrsaward die
Held:innen der Straße, die mit Mut, Zivilcourage und Engagement
lebensrettende Maßnamen setzen und Beiträge zur Verkehrssicherheit
leisten. Der Ö3-Verkehrsaward 2022 wird in drei Kategorien verliehen:

* Ö3ver:innen des Jahres
* Einsatzhelfer:innen des Jahres
* Idee des Jahres

Weiterführende Links

* [AIT Center for Low-Emission Transport]
(https://www.ait.ac.at/let/)
* [Mobility Observation Box] (https://www.ait.ac.at/mob/)
* [Hitradio Ö3] (https://oe3.orf.at/)

Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Mag. Michael H. Hlava
Head of Corporate and Marketing Communications
AIT Austrian Institute of Technology
T +43 (0)50550-4014
michael.hlava@ait.ac.at I www.ait.ac.at

Mag. Florian Hainz BA
AIT Austrian Institute of Technology
Center for Low-Emission Transport
Marketing and Communications
T +43 (0)50550-4518
florian.hainz@ait.ac.at I http://www.ait.ac.at/

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