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ROUNDUP: Lebensversicherer verlieren bei Neugeschäft

06.04.2016 um 15:07 Uhr

BERLIN (dpa-AFX) - Bei den Lebensversicherungen in Deutschland läuft das Neugeschäft deutlich schlechter. Dadurch sind die Beitragseinnahmen 2015 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 1,1 Prozent auf 92,7 Milliarden Euro gesunken. Dennoch lebe die oft totgesagte Lebensversicherung weiter, sagte der Präsident des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV), Alexander Erdland, am Mittwoch in Berlin. Die Unternehmen hätten sich mit neuen Produkten, die keinen Garantiezins haben, ein zweites Standbein geschaffen - und dessen Anteil an den neuen Verträge legt weiter zu.

Insgesamt ging das Volumen der Neuverträge mit laufenden Beiträgen um 3,2 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro zurück. Nur noch 59 Prozent des Neugeschäfts entfielen nach GDV-Angaben auf die klassische Lebensversicherung mit dem vom Bundesfinanzministerium festgelegten Garantiezins, der für Neuabschlüsse derzeit bei 1,25 Prozent liegt. 2014 betrug der Anteil der klassischen Verträge noch 65 Prozent, 2013 sogar 72 Prozent.

Neue Vertragsarten machten demnach voriges Jahr bereits 41 Prozent des Neugeschäfts aus. Dazu gehören drei Gruppen: Zum einen Lebensversicherungen, die den Kapitalerhalt garantieren, aber keinen Zinssatz. Zweitens Policen, die an Wertpapierfonds gekoppelt und eine Garantie erst ab der Rentenphase enthalten. Und schließlich Versicherungen, die sich an der Entwicklung eines Index orientieren.

Verbraucherschützer kritisieren die neuartigen Verträge als zu wenig transparent und untereinander schwer vergleichbar. Außerdem seien die Vertriebskosten noch immer zu hoch und schmälerten deshalb den Ertrag. Erdland räumte ein, dass die Branche noch nicht am Ziel sei. "Wir müssen unsere Anstrengungen noch einmal vergrößern. Der Druck, die Kosten, auch die Vertriebskosten, weiter zu senken, ist hoch." Immerhin seien die Abschlusskosten für Neuverträge von 7,6 Milliarden (2014) auf 7,1 Milliarden Euro (2015) gesunken.

Im Jahr 2018 sollen die Auswirkungen des Lebensversicherungs-Reformgesetzes bewertet werden. "Bis dahin muss die Versicherungswirtschaft beweisen, ob sie die politische Erwartungshaltung erfüllen kann", sagte Erdmann. Die Zahl der Versicherungsvermittler und -berater sei bereits von 263 000 im Jahr 2010 auf jetzt 231 000 zurückgegangen. Das habe auch damit zu tun, dass die Qualitätsanforderungen der Branche gestiegen seien. Vor allem nebenberufliche Berater hätten aussteigen müssen./brd/DP/stw

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