Air Products & Chemicals
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Evonik nimmt neue Übernahme in den USA ins Visier

09.12.2016 um 13:31 Uhr

Düsseldorf (Reuters) - Der Chemiekonzern Evonik will seine Einkaufstour fortsetzen.

Evonik wolle für rund 630 Millionen US-Dollar das Silica-Geschäft des US-Konzerns JM Huber übernehmen, sagte am Freitag ein Insider der Nachrichtenagentur Reuters. Die Essener wollen damit auch ihr Geschäft in Asien ausbauen. Die Huber-Sparte ist unter anderem in Indien stark vertreten. Zudem erhält Evonik Zugriff auf das Geschäft mit Stoffen für Zahnpasta, hier hat Huber eine führende Marktposition. Inklusive Steuervorteilen und Synergien dürfte die Transaktion etwa dem siebenfachen des operativen Gewinns (Ebitda) entsprechen, hieß es weiter. Diese Kennziffer gilt als Maßstab dafür, wie lohnend eine Übernahme für den Käufer ist. Der Aufsichtsrat muss der Transaktion aber noch zustimmen. Evonik-Aktien notierten gegen Mittag mit einem Minus von knapp einem Prozent bei 27,59 Euro.

Ein Evonik-Sprecher bestätigte ein Interesse des Essener Konzerns an der JM-Huber-Sparte. Es habe auch schon Gespräche gegeben. Der Sprecher verwies auf eine anstehende Sitzung des Aufsichtsrats.

Evonik hat bereits Silica im Angebot - diese kommen unter anderem in Autoreifen zum Einsatz. Der Füllstoff sorgt etwa dafür, dass Fahrzeuge auf nassen Straßen besser bremsen können. Übernehmen die Essener die Huber-Aktivitäten in den USA, können sie diese an ihre bestehenden Aktivitäten andocken. Damit würde Evonik das Produkt-Angebot verbreitern - und sich verstärkten Zugriff auch auf den indischen Markt sichern. Der Konzern sitzt auf gefüllten Kassen. Die Transaktion dürfte er hauptsächlich aus Eigenmitteln bestreiten, sagte ein Insider.

Evonik hatte erst im vergangenen Mai eine Sparte des US-Konzerns Air Products für rund 3,8 Milliarden Dollar übernommen. Evonik vermindert mit Zukäufen seine Abhängigkeit vom Geschäft mit Zusatzstoffen für die Tiernahrung, die etwa in der Hühnermast zum Einsatz kommen. Die Essener litten dort in der Vergangenheit unter fallenden Preisen. Umsatz und operativer Gewinn schrumpfen dadurch. Evonik schaut sich daher nach neuen Wachstumsfeldern um. Vor allem unter Strategievorstand Christian Kullmann hatte die Suche nach Zukäufen an Fahrt gewonnen. Kullmann wurde erst im Mai zum stellvertretenden Vorstandschef berufen. Er nimmt Insidern zufolge Kurs auf die Nachfolge von Konzernchef Klaus Engel, dessen Vertrag 2018 ausläuft.

Air Products & Chemicals Chart
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