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Förderbank KfW erwartet turbulentes Jahr an den Kapitalmärkten

12.12.2016 um 14:21 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Die Staatsbank KfW stellt sich auf große Ausschläge an den Märkten im kommenden Jahr ein.

Zahlreichen politische Großereignisse dürften sich 2017 auf die Kapitalmärkte auswirken und für hohe Volatilität sorgen, sagte KfW-Kapitalmarktvorstand Günther Bräunig am Montag in Frankfurt. Schon in diesem Jahr seien die Kapitalmarktzinsen nach der Wahl von Donald Trump zum neuen US-Präsidenten deutlich angestiegen. "Insgesamt setzt sich die Meinung durch, dass die neue Administration gut sein wird für die amerikanische Wirtschaft und dass man mit vielen unkonventionellen Lösungen rechnen kann." Im Gegensatz zu Europa, wo noch "sehr viel dichter Nebel" liege, würden die USA die Weltwirtschaft 2017 anschieben.

Die KfW sei zuversichtlich, trotz hoher Volatilität und steigender Zinsen im kommenden Jahr Anleihen mit einem Volumen von rund 75 Milliarden Euro zu platzieren, sagte Bräunig. Im laufenden Jahr waren es bisher rund 72 Milliarden Euro. Die KfW profitiert davon, dass sie sich mit dem Bund im Rücken besonders günstig am Kapitalmarkt finanzieren kann. Private Geldhäuser tun sich bei der Platzierung von Anleihen schwerer, weil sich einige Investoren Sorgen um den deutschen Bankenmarkt machen. Zuletzt mussten deshalb einige Bondemissionen abgeblasen werden. Aus Sicht von Bräunig ist das "kein Drama". Dass Banken Probleme bei der Refinanzierung bekommen, erwartet er angesichts der Geldschwemme der Europäischen Zentralbank nicht. In einem Umfeld, in dem so viel Liquidität unterwegs sei, könnten "alle Banken zu Geld kommen. Sonst hätten wir die letzten Jahre noch ganz andere Probleme gesehen."

Eine sehr starke Nachfrage habe die KfW 2016 bei der Förderung von Wohnungsbau und energetischen Sanierungen verzeichnet, erklärte Bräunig. Die Zinsen für Wohnungsbaukredite hätten den Tiefpunkt überschritten und würden nun wieder steigen. Da wollten sich viele Bürger noch schnell eine Finanzierung sichern. "Deutsche geraten da ja schnell in Panik – bei Inflation und bei Zinsen."

Die KfW verwaltet für den Bund auch dessen Anteile an den ehemaligen Staatsbetrieben Deutsche Post und Deutsche Telekom. Dass diese im Wahljahr 2017 losgeschlagen werden, ist aus Sicht von Bräunig unwahrscheinlich. "Wenn ich mich richtig entsinne, haben wir in einem Wahljahr noch keine Privatisierung gemacht. So viel weiß ich aus Erfahrung."

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