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FMC fürchtet keine Belastungen durch Trumps Gesundheitspolitik

22.02.2017 um 16:21 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Der weltgrößte Dialysekonzern Fresenius Medical Care sieht keine Anzeichen, dass sein Geschäft durch geplante Reformen von US-Präsident Donald Trump belastet wird.

Trump will unter anderem die Gesundheitsreform seines Vorgängers (Obamacare) durch ein anderes System ersetzen. Bisher gebe es in der republikanischen Partei aber noch keine einheitlich Meinung, wie der Umbau aussehen solle, sagte FMC-Chef Rice Powell am Mittwoch. Zudem stellten Dialysepatienten nur einen kleinen Teil aller amerikanischer Krankenversicherter dar. "Ich denke, dass die Möglichkeit besteht, dass Obamacare geändert wird, sich für den Dialysebereich aber nichts ändert."

FMC nimmt an mehreren Pilotprojekten der US-Regierung zur Behandlung von Dialysepatienten teil. Bisher habe ihm niemand gesagt, dass diese Programme nicht gut liefen, sagte Powell, der kürzlich für Gespräche mit US-Gesundheitspolitikern in Washington weilte. Dabei hat er den Eindruck gewonnen, dass es die neue US-Regierung mit den angekündigten Steuersenkungen ernst meint. "Das wäre gut für uns." Zur Immigrationspolitik von Trump wolle er sich als FMC-Chef nicht äußern. Privat hat der Amerikaner, dessen Familie irische Wurzeln hat, dazu aber sehr wohl eine Meinung. "Ich finde das nicht gut."

Anfang des Jahres war FMC wegen eines Streits über Zuschüsse für bedürftige Dialysepatienten in den USA in die Schlagzeilen geraten. Die Gesundheitsbehörde CMS hatte in den letzten Tagen der Amtszeit von Präsident Barack Obama eine Verordnung erlassen, die FMC und andere Dialyseanbieter belasten würde. Ein Gericht setzte diese jedoch für unbestimmte Zeit außer Kraft. Viele Dialysebetreiber hoffen, dass die von der Trump-Regierung ausgetauschte CMS-Führung den Fall anders bewerten wird als ihre Vorgänger. Es gebe mehrere Optionen, wie sich der Fall weiterentwickeln könne, erklärte Powell. Er ist aber offensichtlich zuversichtlich, dass es keine Belastungen für FMC geben wird. Bei seiner Prognose für das Jahr 2017 sei das Unternehmen vom Status quo ausgegangen, sagte Powell.

FRESEN.MED.CARE KGAA O.N. Chart
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