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Nivea-Hersteller Beiersdorf stellt Zukäufe hintan

08.03.2017 um 15:21 Uhr

- von Jan Schwartz

Hamburg (Reuters) - Der Kosmetikhersteller Beiersdorf will sein Geld angesichts der unsicheren Zeiten zusammenhalten.

"Wir tun gut daran, sehr wachsam zu sein", sagte Konzernchef Stefan Heidenreich am Mittwoch mit Blick auf die politischen und konjunkturellen Risiken weltweit. Die Märkte seien volatil. Dennoch gehe der Dax-Unternehmen aus Hamburg mit vorsichtigem Optimismus ins laufende Jahr und wolle weiter wachsen. Dabei schaue sich Beiersdorf auch nach Gelegenheiten für Übernahmen um. Derzeit seien die Preise für Unternehmen aus dem Konsumgüterbereich jedoch generell sehr hoch.

Analysten erwarten angesichts der hohen Barmittel von Beiersdorf schon seit längerem einen Zukauf. Der Konzern mit Marken wie Niveau, Eucerin Labello und 8x4 sowie der Klebstofftochter Tesa verdient dank neuer Produkte und der von Heidenreich mit seinem Amtsantritt vor fünf Jahren eingeleiteten Straffung der Abläufe prächtig. Gewinn und Ertragskraft stiegen 2016 auf einen historischen Höchststand. Der Reingewinn kletterte im vergangenen Jahr um acht Prozent auf 727 Millionen Euro, die bereinigte operative Rendite auf 15,0 (Vorjahr 14,4) Prozent. Dennoch sollen die Aktionäre eine unveränderte Dividende von 70 Cent erhalten. Die Börse reagierte enttäuscht: Die Aktie verlor bis zu zwei Prozent an Wert. Später dämmte das Papier seinen Kursverlust etwas ein.

Beiersdorf schüttet seit 2009 die gleiche Dividende aus. Heidenreich sagte, es sei letztlich Sache der Aktionäre auf der Hauptversammlung darüber zu entscheiden. Aufsichtsrat und Vorstand könnten nur Vorschläge unterbreiten. "Bis zum heutigen Zeitpunkt ist es eine konstante Dividende. Ob das immer so sein muss, bleibt abzuwarten. Aber das ist bis heute die Politik des Hauses."

PRALL GEFÜLLTE KRIEGSKASSE

Beiersdorf verfügt über 3,7 Milliarden Euro an Barmitteln, knapp 700 Millionen mehr als vor Jahresfrist. Der Konzern benötige das Geld für den Ausbau des weltweiten Geschäfts, sagte Heidenreich. "Wir kaufen nur zu, wenn es passt und der Preis angemessen ist." Diese oder ähnliche Antworten gibt das Management schon seit vielen Jahren, schon Heidenreichs Vorgänger Quaas antwortete so auf Fragen nach Übernahmen. "Wenn wir dann doch mal einsteigen, dann sind auch 3,8 Milliarden nicht so viel, wie sich das anhört", erläuterte Heidenreich. Nach früheren Angaben wäre der Traditionskonzern jedoch in der Lage, einschließlich genehmigten Kapitals bis zu zehn Milliarden Euro zu mobilisieren. Erst vor einem Jahr hatte Heidenreich gesagt, dies sei eine Feuerkraft, mit der man schon einiges anfangen könne.

Für dieses Jahr geht Beiersdorf von einem Umsatzwachstum erneut zwischen drei und vier Prozent aus. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll leicht steigen. Der Konzern hatte den Erlös im vergangenen Jahr organisch um 3,2 Prozent auf 6,75 Milliarden Euro gesteigert. Damit lag das Wachstum am unteren Rand der angepeilten Spanne zwischen drei und vier Prozent. Bezieht man negative Währungseffekte ein, legten die Erlöse nur um ein Prozent zu.

OREAL (L') INH. EO 0,2 Chart
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