Reuters

Erste Group nach Gewinnplus auf Kurs zu höherer Dividende

03.11.2017
um 09:36 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Das österreichische Geldhaus Erste Group hat dank der guten Konjunktur im dritten Quartal mehr verdient. Unter dem Strich stieg der Gewinn um 7,6 Prozent auf 363 Millionen Euro, wie das Institut am Freitag mitteilte.

Dabei half der Bank die Auflösung von Rückstellungen für faule Kredite. Zugleich reichte die Bank mehr Kredite aus und warb mehr Einlagen ein. Der Zinsüberschuss stabilisierte sich trotz der niedrigen Zinsen. Das war der besseren wirtschaftlichen Entwicklung in vielen Ländern in Zentral- und Osteuropa zu verdanken, in denen das Geldhaus aktiv ist.

"Wir sind damit auf einem guten Weg, unsere Ziele für das Jahr 2017 - eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 10 Prozent und eine höhere Dividende - zu erreichen und die Markterwartungen zu erfüllen", schrieb Konzernchef Andreas Treichl an die Aktionäre. Für das vergangene Geschäftsjahr hatten die Eigner einen Euro je Anteilsschein bekommen.

Zugleich gab Treichl eine erste Prognose für 2018 ab. Er erwartet eine leicht verbesserte Ertragslage dank eines weiteren Kreditwachstums und Zinserhöhungen in Rumänien und Tschechien. Die Risikokosten sollen auf einem niedrigen Niveau verharren und die Eigenkapitalverzinsung auch im kommenden Jahr bei über zehn Prozent liegen. Im dritten Quartal betrug sie 13,2 Prozent.

Das Kapitalpolster der Bank schrumpfte wegen höherer Bilanzrisiken (RWA). Die harte Kernkapitalquote (CET 1, Basel 3 aktuell) verringerte sich per Ende September auf 12,8 Prozent von 13,4 Prozent Ende 2016.

Erste Group Bank AG

WKN 909943 ISIN AT0000652011