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Insider - J&J aus dem Rennen um Pfizer-Geschäft mit Gesundheitsprodukten

25.01.2018 um 16:41 Uhr

London/New York/Frankfurt (Reuters) - Der US-Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson ist Insidern zufolge aus dem Rennen um das Geschäft mit verschreibungsfreien Gesundheitsprodukten von Pfizer ausgestiegen.

Unter den Unternehmen, die Angebote vorbereiteten, seien nun noch GlaxoSmithKline und Reckitt Benckiser, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von mehreren mit der Sache vertrauten Personen. Die Bieter hätten bis zum 1. Februar Zeit, um nichtbindende Offerten für die Sparte vorzulegen. Pfizer wolle das Geschäft für nicht weniger als 20 Milliarden Dollar verkaufen.

J&J wurde weithin als aussichtsreichster Bieter angesehen, da der Konzern sein Portfolio weiter ausbauen will und die Finanzkraft für eine große Übernahme hat. Zunächst habe das Unternehmen mit Goldman Sachs an einem möglichen Angebot gearbeitet, später aber beschlossen, sich zurückzuziehen, sagten die Insider. "Während wir uns normalerweise nicht zu Marktspekulationen oder Gerüchten äußern, weisen wir in diesem Fall Behauptungen zurück, dass wir uns in Verhandlungen für das Pfizer-Geschäft befinden", erklärte ein J&J-Sprecher. Bei Goldman Sachs war zunächst keine Stellungnahme erhältlich.

Den Insidern zufolge lässt sich GlaxoSmithKline von JPMorgan und Citi beraten, während Reckitt mit der Bank of America zusammenarbeitet. Die beiden Unternehmen wollten sich nicht dazu äußern, während bei den Banken kein Kommentar erhältlich war. Eine Pfizer-Sprecherin wollte sich zu dem Verkaufsprozess nicht äußern und erklärt lediglich, dass eine Entscheidung über die Zukunft der Sparte in diesem Jahr getroffen werden solle. Mit dem Deal könnten Glaxo und Reckitt zu einem der weltweit größten Anbieter von freiverkäuflichen Gesundheitsprodukten aufsteigen. Pfizer hatte bereits 2006 Teile des Geschäfts an J&J für 16,6 Milliarden Dollar verkauft, weshalb das Unternehmen als logischer Käufer angesehen worden war.

Der Markt ist in Bewegung. Auch der deutsche Pharma- und Chemiekonzern Merck will sich von seinem Geschäft mit rezeptfreien Gesundheitsprodukten wie Nasivin Nasenspray trennen. Insidern zufolge soll daran unter anderem der Schweizer Lebensmittelriese Nestle interessiert sein.

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