Reuters

Südwest-Sparkassen bremsen bei Super-Landesbank

12.02.2019 um 14:52 Uhr

Stuttgart (Reuters) - Die Sparkassen in Baden-Württemberg reagieren mit Skepsis auf die von Sparkassenpräsident Helmut Schleweis vorgeschlagene Super-Landesbank.

"Das ist ein Riesen-Vorhaben, dass die Finanzwelt in Deutschland noch nie gesehen hat", sagte der baden-württembergische Sparkassenpräsident Peter Schneider am Dienstag in Stuttgart. Bevor man ein so hochkomplexes Thema angehe, müsse man überlegen, ob es überhaupt machbar sei. Zudem betonte er, dass man bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) nur gemeinsam mit den beiden anderen Trägern handeln werde. "Es gibt nur ein einheitliches Vorgehen", sagte Schneider. Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart hatten die Idee einer Super-Landesbank kritisiert. Sie halten zusammen knapp 60 Prozent an der größten deutschen Landesbank, der Sparkassenverband Baden-Württemberg die restlichen gut 40 Prozent.

Er teile die Auffassung von Schleweis, dass eine Konsolidierung nötig sei, sagte Schneider. Allerdings solle man sich dabei nicht zu viel auf einmal vornehmen. "Ich bin ein Anhänger der machbaren Schritte", sagte Schneider. Die Rettung der NordLB sei ein Weg zur Landesbanken-Konsolidierung. Im Zuge der zahlreichen Gespräche über die Stützung der angeschlagenen Landesbank steige das Bewusstsein über die Gemeinsamkeiten im öffentlich-rechtlichen Sektor. "Die Dinge nehmen Fahrt auf", sagte Schneider. "Es muss nicht jeder alles machen." So könnten die Landesbanken auch ohne Fusion etwa bei Auslandsstandorten zusammenarbeiten.

Die Sparkassen in Baden-Württemberg selbst kostet die Rettung der NordLB 62 Millionen Euro, die LBBW muss gut 80 Millionen Euro berappen, wie Schneider sagte. Die Gelder stammen aus den jeweiligen Stützungstöpfen. 2018 erwirtschaften die 51 Sparkassen in Baden-Württemberg einen Überschuss (verfügbarer Gewinn) von 1,1 (Vorjahr: 1,3) Milliarden Euro, der komplett zur weiteren Stärkung ihres Eigenkapitals genutzt werde. "Die Kreditnachfrage, gerade auch für Investitionen, ist weiterhin auf Rekordhöhe", sagte Schneider. Trotz der jüngst gestiegenen Konjunktursorgen erkenne er bislang keine Abkühlung.

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