Reuters

Deere senkt Ausblick - US-Farmer leiden unter Handelskonflikt

16.08.2019 um 16:17 Uhr

Chicago (Reuters) - Der Landmaschinenhersteller Deere & Co hat wegen der Auswirkungen des Handelskonflikts mit China seine Gewinnausblick zusammengestrichen. Er will nun die Kosten weiter senken.

Betroffen von Kürzungen sind auch Fabriken in den USA. Deere-Aktien gaben zunächst nach, drehten dann aber ins Plus.

Deere kürze seinen Gewinnausblick um rund 100 Millionen US-Dollar, der Umsatz solle 2019 zudem nur noch um vier und nicht mehr um fünf Prozent wachsen, teilte der im US-Bundesstaat Illinois beheimatete Konzern am Freitag mit. Deere senkte damit zum zweiten Mal binnen drei Monaten den Ausblick. Der Konzern wolle die Kosten erneut unter die Lupe nehmen, teilte er weiter mit.

Bereits im Mai hatte Deere mitgeteilt, die Produktion in seinen Fabriken in Illinois und Iowa um 20 Prozent zu kürzen. Die Kosten seien aber immer noch zu hoch, hieß es nun. Auch die Konkurrenten Agco und CNH Industrial hatten wegen der schwächelnden Nachfrage ihre Produktion heruntergefahren. Sorgen um den Zugang zu wichtigen Exportmärkten und die Nachfrage etwa nach Soja-Bohnen hätten viele Bauern dazu gebracht, mit der Bestellung großer Landmaschinen erst einmal zu warten, beklagte Deere-Chef Samuel Allen. Neben dem von Präsident Donald Trump vom Zaun gebrochenen Handelskonflikt hatten den Farmern auch Überflutungen nach heftigen Regenfällen im Frühjahr zu schaffen gemacht.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China hat zu einem Einbruch der Nachfrage aus der Volksrepublik nach Soja-Bohnen aus den Vereinigten Staaten geführt. Für den US-Heimatmarkt erwartet Deere nun eine Stagnation der Nachfrage nach Landmaschinen.

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