Reuters

Verband - Ölpreis-Anstieg noch ohne Auswirkungen auf Benzinpreis

16.09.2019 um 13:07 Uhr

Düsseldorf (Reuters) - Der rasante Ölpreis-Anstieg infolge der Drohnen-Angriffe auf Raffinerie-Anlagen in Saudi-Arabien ist bislang noch nicht an den hiesigen Tankstellen angekommen.

"Aufgrund der hohen Benzin- und Dieselbesteuerung in Deutschland als fester Preissockel erreichen höhere Ölnotierungen die Tankstellen niemals eins zu eins", erklärte der Mineralölwirtschaftsverband am Montag. Zwar sei der Ölpreis gegenüber Freitag deutlich gestiegen, aktuell gebe es aber keine Preisreaktionen an den Stationen.

Der Preis für die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee stieg zeitweise um knapp 20 Prozent auf ein Vier-Monats-Hoch von 71,95 Dollar je Barrel. Das ist zwar der größte Kurssprung seit dem Golfkrieg von 1991, der Preis ist aber noch weit entfernt von früheren Höchstständen von deutlich über 100 Dollar je Barrel (159 Liter).

Saudi-Arabien und die USA haben angekündigt, die entstandene Förderlücke durch Rückgriff auf ihre Reserven soweit wie möglich zu kompensieren. Am Wochenende hatten Angriffe auf saudi-arabische Öl-Anlagen fünf Prozent der weltweiten Rohöl-Produktion lahmgelegt. Die USA machen den Iran für die Drohnen-Attacken verantwortlich, zu denen sich die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Bürgerkriegsland Jemen bekannt haben. Iran weist die Anschuldigungen zurück.

Im Jahr 2018 bezog Deutschland 1,1 Prozent seiner Ölimporte aus Saudi-Arabien, im ersten Quartal 2019 waren es 0,8 Prozent. Deutschland bezieht sein Öl aus 30 verschiedenen Ländern dem Verband zufolge dabei am meisten aus Russland, Großbritannien und Norwegen.

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