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Jobabbau in der Autobranche geht weiter - Opel streicht 4100 Stellen

14.01.2020 um 12:57 Uhr

Hamburg (Reuters) - Der Personalabbau in der Automobilindustrie geht weiter.

Nach Audi, Daimler und BMW sowie den Zulieferern Bosch und Continental plant nun auch Opel weitere massive Stellenstreichungen. In den kommenden Jahren sollen bei der PSA-Tochter bis zu 4100 Jobs zusätzlich zu den bereits vor zwei Jahren vereinbarten rund 7000 Stellen wegfallen, wie ein Unternehmensinsider am Dienstag bestätigte. Opel wollte zunächst die Mitarbeiter auf einer Betriebsversammlung informieren, bevor die Pläne öffentlich gemacht werden sollten.

Die gesamte Branche steckt wegen der schärferen CO2-Vorgaben im Umbruch und setzt auf den Bau von Elektroautos, für den weit weniger Personal benötigt wird als für Verbrennungsmotoren. Bei Opel kommt hinzu, dass die französische Konzernmutter PSA sich gerade mit Fiat Chrysler zusammenschließt. Experten halten es für wahrscheinlich, dass der fusionierte Konzern in Europa Überkapazitäten abbauen wird. Davon könnte auch Opel betroffen sein. Branchenweit wird angesichts des Wechsels zur Elektromobilität in den kommenden Jahren mit dem Wegfall von Zehntausenden Arbeitsplätzen gerechnet.

Zur Sicherung der deutschen Standorte vereinbarten Management und Betriebsrat der PSA-Tocher Opel ein Eckpunktepapier, über das das "Handelsblatt" als erstes berichte. Demnach sollen schrittweise zunächst rund 2100 Stellen durch freiwillige Programme wie Altersteilzeit, Vorruhestand und Abfindungen abgebaut werden. Im Gegenzug werde der Kündigungsschutz für die verbleibenden Beschäftigten bis von 2023 bis 2025 verlängert, sagte eine Person mit Kenntnis der Vereinbarung. In zwei weiteren Schritten könnten später je rund 1000 weitere Stellen wegfallen. Die Jobgarantie für die verbleibende Belegschaft solle dann bis 2027 beziehungsweise 2029 verlängert werden, hieß es aus dem Unternehmen weiter.

Beschlossen wurde den Angaben zufolge zudem, künftig alle Varianten des Kompaktwagens Astra im Stammwerk in Rüsselsheim zu bauen. Damit soll die Fabrik in den kommenden Jahren besser ausgelastet werden.

Auch andere Hersteller und ihre Lieferanten streichen wegen des Umbaus und der mauen Autokonjunktur Personal. Der Verband der Automobilindustrie rechnet damit, dass allein im Zuge des Umstiegs von Verbrenner- auf Elektroautos im Bereich des Antriebsstrangs bis 2030 zwischen 80.000 und 90.000 Stellen wegfallen könnten.

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