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Jobs bei Manz stehen auf dem Spiel - Aktie stürzt ab

27.10.2015 um 11:36 Uhr

- von Anneli Palmen

Düsseldorf (Reuters) - Der Apple-Zulieferer Manz zieht nach einer erneuten Prognosesenkung die Reißleine.

"Alle Standorte in Europa und Asien werden auf den Prüfstand gestellt", sagte Finanzvorstand Martin Hipp am Dienstag im Interview der Nachrichtenagentur Reuters. Ob und wieviele der insgesamt knapp 2000 Mitarbeiter den Hut nehmen müssen, sei noch unklar. "Wir werden Ende November die Maßnahmen bekannt geben." Auch für das schwächelnde Solar-Geschäft will der Spezialmaschinenbauer eine Lösung finden. Bevorzugt werde ein strategischer Investor, aber auch die Schließung oder der Verkauf des Bereiches seien Optionen. "Auf jeden Fall soll er die Bilanz des Unternehmens 2016 nicht mehr belasten."

Manz dampfte bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Jahresziele ein. "Einige große Auftraggeber in Asien - vor allem in China - haben ihre Aufträge verschoben", erklärte Hipp. "Das hinterlässt deutliche Spuren." Haupteinnahmequellen von Manz sind Anlagen zur Produktion von Displays für Tablet-PCs, Smartphones und Notebooks. Der Vorstand rechnet für 2015 nun mit einem Umsatzeinbruch um rund 30 Prozent auf 200 bis 210 Millionen Euro und einem operativen Verlust (Ebit) im mittleren zweistelligen Millionenbereich. Künftig wolle Manz ab einem Umsatz von 200 bis 250 Millionen Euro profitabel sein, gab Hipp als Ziel des Sanierungsprogramms aus.

Anleger warfen nach der Prognosesenkung Manz-Aktien aus ihren Depots. Der Aktienkurs stürzte um 34,9 Prozent auf 38,30 Euro ab und notierte so niedrig wie seit August 2013 nicht mehr. Längerfristig halte er Manz zwar für ein interessantes Investment, doch das Management müsse erst einmal seine Glaubwürdigkeit zurückgewinnen, erklärte Analyst Thomas Rau vom Brokerhaus Equinet. Ins gleiche Horn stieß die Landesbank Baden-Württemberg: Manz habe Vertrauen am Kapitalmarkt zerstört. Investoren wollten erst nachhaltige Ergebnisverbesserungen sehen, bevor sie wieder investierten, sagte LBBW-Analyst Erkan Aycicek.

Die einstige Lokomotive China wird für viele deutsche Unternehmen zum Bremsklotz. Wegen des trüben Geschäftsumfelds in den Schwellenländern haben zuletzt zahlreiche Firmen wie der Chemieriese BASF, der Modekonzern Hugo Boss oder der Autozulieferer Leoni ihre Prognosen gesenkt und das vor allem mit Problemen auf dem riesigen chinesischen Markt begründet.

MANZ AG Chart
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