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Gewinnplus von ProSieben hält mit Umsatzboom nicht mit

29.10.2015 um 11:16 Uhr

München (Reuters) - Die Einkaufstour durch die Digitalbranche bremst das Gewinnwachstum von ProSiebenSat.1.

Weil Übernahmen viel Arbeit machen und Online-Portale weniger gewinnträchtig sind als das hochprofitable TV-Geschäft, stiegen die Gewinne des Fernsehkonzerns im dritten Quartal nicht so stark wie der Umsatz. Während die Erlöse überraschend kräftig um 17 Prozent auf 747 Millionen Euro kletterten und den Vorstand am Donnerstag zu einem optimistischeren Ausblick veranlassten, legte der Überschuss lediglich um fünf Prozent auf 78 Millionen Euro zu. Operativ stieg das Ergebnis um neun Prozent auf 178 Millionen Euro.

"Damit steuern wir erneut auf ein sehr gutes Jahr zu", sagte Vorstandschef Thomas Ebeling in Unterföhrig bei München. Er schätzt die Umsatzaussichten nun zwar noch optimistischer ein als bisher, traut sich aber zwei Monate vor Jahresende noch keine genaue Gewinnprognose zu. Auch nach Anbruch des traditionell starken Schlussquartals lasse sich das Ausmaß des erwarteten Ergebniswachstums nicht abschätzen, sagte Finanzvorstand Gunnar Wiedenfels. ProSiebenSat.1 stellt für das Gesamtjahr nun einen Umsatzanstieg im niedrigen zweistelligen statt im hohen einstelligen Prozentbereich in Aussicht. Branchenexperten rechnen bereits mit elf Prozent Umsatzwachstum und einem neun Prozent höheren Betriebsgewinn.

Die brummenden Geschäfte bei ProSiebenSat.1 sorgten an der Börse für gute Stimmung: Die Aktie, denen Börsenprofis Chancen auf einen Aufstieg in den Dax einräumen, legte um 3,4 Prozent zu und war damit einer der größten Gewinner im Nebenwerteindex MDax. DZ-Bank-Analyst Harald Heider bekräftigte dagegen seine Verkaufsempfehlung und verwies auf die sinkende Profitabilität des Konzerns.

So blieben in der Fernsehsparte 29 Prozent der Erlöse als Betriebsgewinn hängen, während es in der Digitalsparte lediglich 18 Prozent waren. Um ProSiebenSat.1 auf eine breitere Grundlage zu stellen und die Abhängigkeit von den TV-Werbeerlösen zu verringern, treibt der Vorstand das Wachstum der Online-Sparte voran. Dazu zählen Shopping-Plattformen, Videoanbieter und Online-Spiele. So stammten im abgelaufenen Quartal nur noch 62 Prozent der Erlöse aus dem Fernsehgeschäft. Zuletzt kauften die Münchner das Preisvergleichsportal Verivox und den Flugreise-Spezialisten Etraveli. Dafür fielen hohe Beratungskosten an. "Die sind im wesentlichen begründet im Zusammenhang mit den Transaktionen", sagte Wiedenfels.

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