Reuters

DFL - Zuschauer in Bundesliga-Stadien nur Schritt für Schritt

04.08.2020 um 16:02 Uhr

München (Reuters) - Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) rechnet nicht mit einer schnellen Rückkehr zur Normalität mit vollen Bundesliga-Stadien im Herbst.

Die Signale aus der Politik seien angesichts zuletzt wieder steigender Corona-Ansteckungszahlen zurückhaltender geworden, sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert nach einer Versammlung der 36 deutschen Profi-Vereine am Dienstag in Frankfurt. "Wir haben alle Sehnsucht nach Normalität. Aber wir werden in kleinen Schritten die Normalität zurückerobern müssen." Die DFL bereite sich auf alle Szenarien vor - einen Bundesliga-Start ohne, mit wenigen oder mit etwas mehr Zuschauern. Die neue Saison soll am 18. September beginnen.

Forderungen, etwa von Fan-Vereinigungen, "alle oder keinen" Zuschauer in den Stadien zuzulassen, seien nicht zielführend, sagte der DFL-Chef. "Priorität in Deutschland haben nicht volle Stadien." Die Bundesliga wolle keine unnötigen Risiken eingehen, aber auch nicht vor der Coronakrise kapitulieren. Innerhalb von 14 Tagen sollen die einzelnen Vereine Hygienekonzepte vorlegen, die die Zulassung zumindest eines Teils der Zuschauer möglich machen sollen. Seifert verwies darauf, dass Großveranstaltungen in Deutschland noch bis Ende Oktober grundsätzlich verboten seien. Die Gesundheitsminister von Bund und Ländern wollen sich am kommenden Montag (10. August) mit dem Thema beschäftigen.

Vor dem Corona-Ausbruch kamen im Schnitt mehr als 42.000 Zuschauer in die Erstliga-Stadien in Deutschland. Seit Mitte Mai hatte die Bundesliga wegen der Gefahr einer Ansteckung aber vor leeren Rängen gespielt. Die DFL-Klubs einigten sich am Dienstag auf einheitliche Regeln für den Fall, dass Zuschauer im Herbst wieder erlaubt sind. Bis Ende Oktober - also an den ersten sechs Spieltagen - sollen die Stehplätze in den Stadien nicht besetzt werden. Dort wären die Abstandsregeln kaum einzuhalten. So lange soll auch kein Alkohol ausgeschenkt werden. Bis zum Jahresende wollen die Vereine auch keine Karten an mitreisende Gäste-Fans ausgeben. Eigentlich haben die Vereine auswärts Anspruch auf ein Kontingent von zehn Prozent der verfügbaren Tickets.

Doch viele Bundesligisten stehen vor dem Problem, dass unter den Abstandsregeln nicht einmal alle Dauerkarten-Inhaber Zugang zum Stadion bekommen könnten. Auf eine Debatte, wie viele Fans zu Beginn zugelassen werden könnten, wollte Seifert sich nicht einlassen. "Mit 10.000 anzufangen, wäre nicht gerade defensiv", sagte er. Szenarien, alle Fans vor dem Stadionbesuch auf eine Corona-Infektion testen zu lassen, hält der DFL-Geschäftsführer für unrealistisch. "Unter solch einem Realitätsverlust leidet niemand."

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