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Disney mit Milliarden-Verlust in Corona-Krise - Mulan kommt ins Netz

05.08.2020 um 11:22 Uhr

Los Angeles (Reuters) - Geschlossene Vergnügungsparks, verschobene Filmstarts, abgeblasene Sportveranstaltungen - der erfolgsverwöhnte Disney-Konzern kämpft mit der Corona-Krise.

Von April bis Juni machte das US-Unterhaltungsunternehmen 4,7 Milliarden Dollar Verlust. "Die meisten unserer Geschäfte waren geschlossen und dies hatte großen Einfluss", sagte Firmenchef Bob Chapek in der Nacht zu Mittwoch. Anleger hatten allerdings noch Schlimmeres befürchtet. Hoffnung machte vor allem der im vergangenen Jahr gestartete Streamingdienst Disney+, der von Menschen im Lockdown gut genutzt wurde, und die Wiedereröffnung einiger Themenparks. Nachbörslich stieg die Disney-Aktie mehr als fünf Prozent.

Trotz der scharfen Konkurrenz von Streamingpionieren wie Netflix, Amazon oder Apple kommt Disney+ inzwischen auf 60,5 Millionen Abonnenten und hat damit innerhalb von acht Wochen sechs Millionen Kunden hinzugewonnen. Netflix zählt nach 13 Jahren im Markt 193 Millionen Kunden. Disney-Chef Chapek kündigte weitere Investitionen in neue Serien und Filme an, um "die Maschine am Laufen zu halten".

Für Zuschauerinteresse dürfte auch die Neuverfilmung des Disney-Zeichentrickklassikers "Mulan" sorgen. Entgegen ursprünglicher Pläne wird die Geschichte eines chinesischen Kriegers aber kaum in Kinosälen gezeigt, sondern kann ab dem 4. September über Disney+ für 30 Dollar geguckt werden. Dies ist deutlich teurer als ein normaler Kinobesuch. Lediglich in Ländern, in denen der Streamingdienst noch nicht angeboten wird, sollen Kinos zum Zug kommen. Chapek betonte, dies sei eine einmalige Aktion und kein Strategiewechsel. Allerdings sehen viele Experten darin einen Weg, wie die Filmbranche ihr Angebot individualisieren kann. So könnten Filmpremieren zuerst auf Streamingdiensten gezeigt werden, gegen entsprechend höheres Entgelt. Erst später kämen die Filme in die Kinos. Dafür könnte "Mulan" die Probe aufs Exempel sein.

Zu Disney gehören neben den Freizeitparks und dem Filmgeschäft auch Kreuzfahrtschiffe sowie diverse Fernsehkanäle. Letztere schlugen sich in der Krise besser als von Analysten erwartet. Wegen der Ausgangssperren rund um den Globus saßen mehr Leute vor dem Fernseher. Der Gesamtumsatz fiel im abgelaufenen Quartal trotzdem um 42 Prozent auf knapp 11,8 Milliarden Dollar.

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