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Kohle-Dino RWE profitiert vom Ökokurs

13.08.2020 um 15:22 Uhr

- von Tom Käckenhoff und Christoph Steitz

Düsseldorf (Reuters) - Für den Essener RWE-Konzern zahlt sich der beschlossene Abschied von Atom und Kohle und der Wandel zum Ökostromerzeuger immer mehr aus.

Zuwächse im Geschäft mit der Windenergie trugen im ersten Halbjahr dazu bei, dass der Konzern seinen Gewinn steigern und seinen Ausblick für 2020 in den oberen Bereich der bisher prognostizierten Bandbreite heben konnte. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg im ersten Halbjahr um 18 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Dies sei unter andere starken Zuwächsen im Geschäft mit Windenergie zu gewesen. "Die Auswirkungen von Corona auf unser operatives Geschäft sind bisher erfreulicherweise überschaubar", sagte Finanzchef Markus Krebber am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen.

In den Markt für erneuerbare Energien drängen immer Firmen, darunter auch Öl-Multis wie BP. RWE scheue keinen Wettbewerb und werde sich beim Ausbau der Projekt-Pipeline auch nicht zu überhöhten Preisen hinreißen lassen, betonte Krebber. RWE hatte zwar schon 2008 unter dem damaligen Chef und Atomkraft-Fan Jürgen Großmann eine Ökostromtochter gegründet. Inzwischen spielt das Geschäft mit Strom aus Wind, Sonne oder Wasser die Hauptrolle - die Tage von Atom- und Kohlestrom sind gezählt. Mit der Übernahme des Ökostromgeschäfts von E.ON setzen die Essener nun immer stärker auf die grüne Karte. Erst kürzlich hatte der Konzern für rund 400 Millionen Euro einen großen Anteil der Projektpipeline des Windturbinenherstellers Nordex erworben. RWE wolle damit unter anderem in Frankreich sein Geschäft ausbauen.

INBETRIEBNAHME EINIGER ANLAGEN VERZÖGERT SICH DURCH CORONA

"Die Weltwirtschaft wird absehbar weiter im Schatten von Corona stehen. Doch RWE kommt bislang gut durch diese Zeit", sagte Krebber. "Das zeigt auch unsere geschäftliche Entwicklung in den ersten sechs Monaten. Wir verzeichnen deutliche Ergebniszuwächse." Krebber soll im kommenden Jahr die Nachfolge von Konzernchef Rolf Martin Schmitz antreten. Er bestätigte das Dividendenziel für das laufende Jahr von 85 Cent je Aktie.

Ganz ohne Folgen blieb die Corona-Krise jedoch auch bei RWE nicht. So sei es bei einigen Bauprojeken im Bereich Erneuerbare Energien zu Verzögerungen gekommen, vor allem in den USA. "Bis zum Jahresende werden wir Windkraft- und Solaranlagen mit einer Kapazität von insgesamt rund 1,3 Gigawatt in Betrieb nehmen und damit weniger als geplant." Die Inbetriebnahme einiger Anlagen verschiebe sich auf Anfang nächsten Jahres.

Im ersten Halbjahr verdiente RWE in der Sparte Offshore Wind operativ 585 Millionen Euro nach 490 Millionen im Vorjahreszeitraum. Auch die Sparte mit Windenergie an Land konnte zulegen. Die Stromerzeugung aus Kohle und Kernenergie profitierte von höheren Preisen.

BP PLC Chart
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