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Impfstoff-Transport willkommenes Geschäft für gebeutelte Airlines

07.12.2020 um 14:57 Uhr

Paris/Chicago/Sydney (Reuters) - Die von der Pandemie schwer gebeutelten Fluggesellschaften stehen bereit, in der anstehenden Verteilung der Corona-Impfstoffe eine wichtige Rolle zu spielen.

Dabei soll der Transport der kleinen Glasfläschchen höchst willkommenes Geld in die leeren Kassen von Lufthansa, Air France & Co spülen. Vor allem die Flugfracht-Spezialisten mit Erfahrung für tiefgekühlte Transporte werden zunächst wohl gefragt sein, muss doch etwa der vom US-Konzern Pfizer und seinem deutschen Partner Biontech entwickelte Impfstoff bei minus 70 Grad gelagert werden, der des Rivalen Moderna noch bei minus 20 Grad. Deshalb baut etwa Turkish Airlines ihre Kapazitäten in dem Bereich derzeit aus.

Angesichts der weggebrochenen Umsätze im Passagiergeschäft ist der Cargo-Bereich bei vielen Fluggesellschaften deutlich wichtiger geworden. Der Fracht-Anteil am Umsatz wird sich nach Einschätzung des weltweiten Airline-Dachverbandes IATA in diesem Jahr auf 36 Prozent verdreifachen, die Preise dürften um 30 Prozent steigen. "Die Gewinnmargen im Cargo-Geschäft werden 2020 als Resultat der außerordentlichen Umstände sehr hoch sein", erwartet etwa Analyst Andrew Lobbenberg von der Bank HSBC. Auf dem hohen Level dürften sie sich dann 2021 wegen der Impfstoff-Verteilung stabilisieren.

Nach Schätzungen der IATA braucht es theoretisch 8000 Flugzeuge etwa von der Größe einer Boeing 747, um zu jedem Menschen auf der Welt eine Impfstoff-Einheit zu bringen. Zwar muss zur Verteilung nicht immer der Luft-Weg genommen werden. Bei manchen Impfstoffen sind aber zwei Einheiten für einen Schutz gegen Covid-19 erforderlich.

Wie viel Umsatz das Geschäft den Unternehmen am Ende bringen wird, ist noch offen. Das liegt auch daran, dass etwa das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen appelliert, auch an die armen Staaten in der Welt zu denken und für diese nur moderate Fracht-Preise aufzurufen. Zudem gehen Beobachter wie Frederic Horst von Cargo Facts Consulting davon aus, dass die Cargo-Kunden insgesamt nicht mehr bereit sein werden, jeden Preis zu zahlen - wie das zum Teil zu Beginn der Pandemie beim Transport von Gesichtsmasken oder medizinischer Ausrüstung der Fall gewesen sei. Damals seien allerdings oft Regierungen die Auftraggeber gewesen. Dieses Mal seien es voraussichtlich Logistik-Firmen. "Die erkennen, wenn sie über den Tisch gezogen werden", sagt Horst. "Sie werden dann einfach zu einem anderen Anbieter gehen."

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