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Deutsche Bank - Wirecard wollte immer wieder Kooperation mit uns ausloten

15.01.2021 um 07:32 Uhr

Berlin (Reuters) - Der Finanzdienstleister Wirecard hat lange vor seiner Pleite im Zuge eines milliardenschweren Bilanzskandals die Nähe zur Deutschen Bank gesucht.

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun habe im März 2018 eine Kooperation im Zahlungsverkehr angeboten, sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing in der Nacht zu Freitag vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss des Bundestages. "Aus diesem Termin haben sich jedoch keine substanziellen weiteren Gespräche ergeben."

Braun, der mittlerweile in Untersuchungshaft sitzt, habe Anfang 2019 seinen Vorschlag erneuert. Aus seiner Sicht sollte die Deutsche Bank ein Technologie-Konzern mit angeschlossenem Bankgeschäft werden. Er habe aber nicht erklären können, wo genau der Wert eines solchen Deals liegen würde. Zwei weitere Termine danach blieben oberflächlich. "Die Inhalte waren unkonkret und von hypothetischer Natur", so Sewing. "Die Deutsche Bank hat die Gespräche über eine engere Zusammenarbeit anschließend ergebnislos beendet."

Nach Bekanntwerden milliardenschwerer Luftbuchungen war der Zahlungsabwickler Wirecard im Juni 2020 in die Pleite gerutscht. Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem wegen Bilanzfälschung, Betrug, Marktmanipulation und Geldwäsche. Es ist einer der größten Finanzskandale der Nachkriegszeit.

Deutschlands führendes Geldhaus hatte eine jahrelange Kundenbeziehung zu Wirecard, dazu gehörten Leistungen im Bereich Zahlungsverkehr und Währungsabsicherung. Außerdem hat die Bank eine Wirecard-Anleihe an den Markt gebracht und war Teil eines Konsortialkredits. Nach der Insolvenz sei die Kreditfazilität, von der 73 Millionen Euro in Anspruch genommen waren, zum 30. Juni 2020 gekündigt worden. Abzüglich externer Absicherungen betrage das Ausfallrisiko 18,1 Millionen Euro. Nach der Insolvenz habe die Bank zudem angeboten, unter bestimmten Umständen finanzielle Unterstützung zu leisten und gegebenenfalls Wirecard-Teile zu kaufen. Insbesondere habe ein Interesse an der Zahlungsverkehrsplattform bestanden.

Die Manipulationen von Wirecard seien für die Deutsche Bank nicht erkennbar gewesen, ergänzte Sewing. Der Fall werfe ein schlechtes Licht auf den Finanzplatz, weswegen die nötigen Lehren gezogen werden müssten. "Es ist wichtig, dass alles dafür getan wird, dass sich sowas nicht wiederholen kann." Unter anderem müsse die Aufsicht weiter gestärkt werden.

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