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Infektionen sinken vor Impfgipfel - Biontech-Produktion wieder im Plan

01.02.2021 um 11:17 Uhr

Berlin (Reuters) - Kurz vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern meldet das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter sinkende Neuinfektionen.

Die Gesundheitsämter übermittelten dem RKI 5608 neue Corona-Fälle. Dies ist die geringste Zahl an einem Montag seit über drei Monaten. Allerdings lieferte Sachsen-Anhalt keine Zahlen. Montags sind die RKI-Angaben wegen des Wochenendes häufig unvollständig. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die durchschnittlichen Neuinfektionen über eine Woche pro 100.000 Einwohner, liegt weiter bei 91. Die Regierung will sie auf unter 50 drücken, wobei Impfungen eine zentrale Rolle spielen sollen. Alle Produzenten der in der EU zugelassenen Impfstoffe hatten jedoch Lieferprobleme gemeldet. Biontech erklärte am Montag, man könne jetzt wieder verstärkt produzieren. Die für das zweite Quartal in Aussicht gestellten 75 Millionen Dosen für die EU waren jedoch bereits vor Wochen angekündigt worden.

Beim Impfgipfel mit Kanzlerin Angela Merkel und Vertretern der Hersteller wollen die Bundesländer mehr Klarheit, wann mit wieviel Impfstoff zu rechnen ist. Die Länder vergeben die Impftermine an die Bürger und können wegen unklarer Liefertermine häufig keine belastbaren Zusagen machen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verlangte: "Wir müssen wissen, wann welche Impfmengen kommen."

Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) warnte vor überzogenen Erwartungen, man könne die Impfstoffproduktion in Deutschland binnen weniger Wochen dramatisch steigern. "Ein signifikanter Produktionsausbau ist so komplex und zeitaufwändig, dass mit keiner weiteren Beschleunigung der Impfstoffauslieferung zu rechnen ist", sagt BDI-Präsident Siegfried Russwurm

Kurzfristig ist auch keine Entlastung durch die Kooperation des Pharmakonzerns Bayer mit dem Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac zu erwarten. Der Impfstoff von Curevac ist noch in der klinischen Prüfung und nicht zugelassen. Curevac will aber in diesem Jahr noch 300 Millionen Dosen produzieren, wie Konzernchef Franz-Werner Haas ankündigte.

BIONTECH WILL LIEFERRÜCKSTAND AUFHOLEN

Biontech und Pfizer, deren Impfstoff als erstes in Deutschland eingesetzt werden konnte, hatten wegen einer Umstellung der Produktion in Belgien zeitweise weniger als zugesagt liefern können. Die Umbauten am dem Standort seien jedoch abgeschlossen und die Produktion laufe jetzt verstärkt, erklärte BionTech-Finanzchef Sierk Poetting. Man werde so die für das erste Quartal zugesagten Dosen ausliefern können.

Aus einer zweiten Bestellung der Europäischen Union werde Biontech zudem noch im zweiten Quartal 75 Millionen Dosen liefern, sagte Poetting und bestätigte damit frühere EU-Ankündigungen. Nach der üblichen Quote kann Deutschland aus dieser Charge mit etwa 15 Millionen Dosen rechnen. Unklar ist aber, wann Biontech die erste Bestellung der EU komplett ausgeliefert hat. Für Deutschland sind dies gut 60 Millionen Dosen. Der bis 23. Februar bekannte Lieferplan sieht davon erst ein Zehntel vor.

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