Reuters

Südafrika berät wegen Virus-Variante über BioNTech/Pfizer-Impfstoff

18.02.2021 um 16:42 Uhr

Johannesburg (Reuters) - Südafrika will angesichts der ansteckenderen Virus-Variante in dem Land über den Covid-19-Impfstoff von BioNTech und Pfizer beraten.

Jüngste Ergebnisse aus einer Laborstudie hatten nahe gelegt, dass bei der südafrikanischen Variante der Antikörper-Schutz durch das Vakzin um zwei Drittel verringert sein könnte. Ein Sprecher des südafrikanischen Gesundheitsministeriums sagte, Wissenschaftler des Landes würden sich über die Ergebnisse austauschen und mit dem Gesundheitsminister beraten. Bei dem wöchentlichen regulären Treffen am Donnerstag sollten auch Informationen über andere Covid-19-Impfstoffe diskutiert werden.

Südafrika hat mit der Virus-Variante B.1.351 zu kämpfen, gegen den die Covid-19-Impfstoffe offenbar weniger wirksam sind. Anfang des Monats hatte Südafrika die geplanten Impfungen mit dem Mittel von AstraZeneca auf Eis gelegt, nachdem Studiendaten gezeigt hatten, dass es nur minimalen Schutz gegen milde bis moderate Krankheitsverläufe bei der südafrikanischen Virus-Variante bietet. Das Land hat nun am Mittwoch mit ersten Impfungen mit dem Mittel von Johnson & Johnson begonnen.

Biontech und Pfizer hatten bereits Ende Januar Studienergebnisse veröffentlicht, wonach der Impfstoff gegen die südafrikanische Variante nur etwas von seiner Effektivität einbüßt. Für diese Untersuchung wurden Blutproben von mit dem Mittel geimpften Personen einem konstruierten Virus ausgesetzt, das drei Schlüsselmutationen des Spike-Proteins der Südafrika-Variante aufwies. In der nun im "New England Journal of Medicine" veröffentlichten Studie wurde hingegen das komplette Spektrum der Spike-Mutationen dieser Variante untersucht.

Es sei noch nicht klar, welche Bedeutung die reduzierte Neutralisierungsrate für den Impfstoff habe, hieß es in der Studie von Biontech, Pfizer und Wissenschaftlern der medizinischen Abteilung der Universität von Texas. Bisher gebe es aber keine klinische Daten, die darauf hinwiesen, dass der Impfstoff nicht gegen die südafrikanische Variante schütze. Die beiden Unternehmen bereiteten sich aber darauf vor, einen angepassten Impfstoff oder -Booster zu entwickeln, sollte ein Virusstamm durch den bisherigen Impfstoff nicht mehr ausreichend adressiert werden.

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