Reuters

Deutsches Staatsdefizit 2020 kleiner als erwartet - Minus 139,6 Milliarden

24.02.2021 um 08:17 Uhr

Berlin (Reuters) - Die Corona-Krise hat ein kleineres Loch in der deutschen Staatskasse hinterlassen als bislang angenommen.

Bund, Länder, Kommunen und Sozialversicherung gaben zusammen 139,6 Milliarden mehr aus als sie einnahmen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Berlin mitteilte. Eine erste Schätzung im Januar war noch auf ein Minus von 158,2 Milliarden Euro gekommen. "Das war das erste Defizit seit 2011 und das zweithöchste Defizit seit der deutschen Vereinigung, nur übertroffen vom Rekorddefizit des Jahres 1995, in dem die Treuhandschulden in den Staatshaushalt übernommen wurden", erklärten die Statistiker.

Die Summe entspricht einem Defizit von 4,2 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Die europäischen Maastricht-Regeln sehen eigentlich eine Obergrenze von drei Prozent vor. Die "Anwendung wurde jedoch für die Jahre 2020 und 2021 ausgesetzt", hieß es. Grund dafür ist die Corona-Pandemie.

2020 war die deutsche Wirtschaft wegen der Corona-Pandemie so tief abgestürzt wie seit der Finanzkrise nicht mehr. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um 4,9 Prozent und damit erstmals seit elf Jahren. Um eine noch gravierendere Rezession zu verhindern, hielt der Staat mit massiven Konjunkturhilfen wie der zeitweisen Mehrwertsteuersenkung dagegen, was Löcher in die Kasse riss.

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