Reuters

Immobilienfirma Corestate gelobt nach Verlustjahr Besserung

24.02.2021 um 11:02 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Der Immobilienkonzern Corestate will nach einem Krisenjahr mit Führungswechseln, einem Umbruch im Aktionärskreis und einem Kurseinbruch unter dem neuen Chef René Parmantier Vertrauen zurückgewinnen.

"Wir segeln künftig auf einem stärker fokussierten Kurs", versprach der Corestate-Chef am Mittwoch. Corestate wolle sich konsequent an den Bedürfnissen der Investoren ausrichten, den Vertrieb ausbauen und stärker auf organisches Wachstum und weniger auf Zukäufe setzen. Vor allem das Geschäft mit Mezzanine-Finanzierungen soll ausgebaut werden. Dazu hatte Corestate die auf Immobilienfinanzierung spezialisierte Wertpapierhandelsbank Aggregate Financial Services (AFS) aus Frankfurt übernommen. "Mit AFS schlagen wir ein neues Wachstumskapitel auf."

"Mit der Bilanz des Jahres 2020 können wir nicht zufrieden sein", räumte der seit Dezember amtierende neue Chef ein. Die Corona-Krise hatte die Immobilienfirma in die roten Zahlen gedrückt. 2020 sei ein bereinigter Konzernverlust von 48 Millionen Euro angefallen. "Dauer und Stärke der zweiten Welle der Pandemie führen in einigen Segmenten zu deutlichen Bewertungsabschlägen." Betroffen gewesen seien etwa Büro- und Handelsimmobilien. Corestate hatte zuletzt noch einen Gewinn von 25 bis 50 Millionen Euro in Aussicht gestellt.

Die Immobilienfirma hatte in den letzten Monaten des Jahres 2020 mit dem Austausch von Großaktionären, Aufsichtsrat und Firmenchef von sich Reden gemacht. Nun soll alles besser werden. "Das Tal ist durchschritten", sagte Parmantier. "Es zeichnet sich schon in den ersten Wochen des neuen Jahres ab, dass unsere Neuaufstellung sowie der gebündelte Vertrieb im Laufe des Jahres Früchte tragen werden." Der Umsatz soll 2021 auf 235 bis 260 Millionen Euro steigen von 191 Millionen im vergangenen Jahr. Die Firma will einen bereinigtes Konzerngewinn von 50 bis 75 Millionen Euro erwirtschaften und die zuletzt weiter gestiegene Verschuldung drücken. Corestate wolle in Zukunft auch wieder Dividenden zahlen - "wann das der Fall ist, werden wir sehen". Die Anleger konnte Corestate zunächst nicht überzeugen: Aktien des Unternehmens gingen auf Sinkflug und notierten am Morgen bei 13,07 Euro. Vor Jahresfrist waren die Papiere noch 45,80 Euro wert.

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