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Talanx - Kulanter Umgang mit Gastro-Schließungen zahlt sich aus

15.03.2021 um 14:02 Uhr

München (Reuters) - Der kulante Umgang mit Betriebsschließungs-Versicherungen in der Corona-Pandemie hat sich für Talanx nach eigenen Angaben ausgezahlt.

Die Talanx-Tochter HDI hatte die Gastronomie und Hotelbranche als einer von wenigen deutschen Versicherern für Umsatzausfälle nach den behördlich verfügten Schließungen im vergangenen Jahr voll entschädigt. Die 65 Millionen Euro, die der HDI dafür an 2650 Kunden gezahlt habe, seien "verkraftbar" gewesen, sagte Vorstandsmitglied Christopher Lohmann am Montag in Hannover. Das Neugeschäft im Mittelstand sei dafür im Januar und Februar um 90 Prozent hochgeschnellt, weil die Kunden das Entgegenkommen honorierten.

Die Policen hätten einen "Konstruktionsfehler" gehabt, den man nicht zu Lasten der Kunden habe auslegen wollen, sagte der Talanx-Vorstand. Künftig zahlt der Versicherer bei Pandemien nur noch, wenn sich tatsächlich ein Mitarbeiter angesteckt hat. Das habe sich in der zweiten Welle von Schließungen bereits in einer geringeren Zahl von Schäden bemerkbar gemacht, sagte Lohmann. Andere Versicherer wie die Allianz hatten sich gegen die Forderungen von Gastronomen gewehrt, weil flächendeckende Schließungen in einer Pandemie nicht von den Policen abgedeckt seien, und allenfalls kleine Teilbeträge gezahlt. Die ersten Gerichtsurteile dazu sind unterschiedlich ausgefallen.

Insgesamt hat die Corona-Pandemie Talanx einschließlich der Rückversicherungs-Tochter Hannover Rück im vergangenen Jahr 1,46 Milliarden Euro gekostet. Rund 300 Millionen davon entfielen auf Betriebsunterbrechungen. Corona habe den Gewinn um 486 Millionen Euro dezimiert, rechnete Vorstandschef Torsten Leue vor. Im neuen Jahr sei mit weiteren Corona-Schäden von rund 300 Millionen Euro zu rechnen, vor allem weil in den USA wegen der Pandemie weitaus mehr Menschen sterben als die Versicherer einkalkuliert haben. Das werde das Ergebnis von Talanx mit rund 150 Millionen Euro belasten.

Leue rechnet für 2021 mit einem Nettogewinn zwischen 800 und 900 Millionen Euro, nachdem dieser im vergangenen Jahr um gut ein Viertel auf 673 Millionen Euro eingebrochen war. Ohne Corona hätte Talanx bereits 2020 rund 940 Millionen Euro verdient. Der Konzern sei "auf dem Pfad", dank eines profitablen Wachstums im nächsten Jahr einen Milliardengewinn zu schreiben. Die Baustellen der vergangenen Jahre - die Feuerversicherung und das deutsche Privatkunden-Geschäft seien weitgehend abgearbeitet und auf einem guten Weg.

TALANX AG NA O.N. Chart
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