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Bundesregierung prüft Reiseverbot - Tourismus wappnet sich für Testpflicht

26.03.2021 um 13:17 Uhr

Berlin (Reuters) - Die Bundesregierung prüft weiter ein Verbot von Reisen ins Ausland, um die Virus-Pandemie in den Griff zu bekommen.

Die Abstimmungen liefen, hieß es am Freitag aus dem Bundesinnen- und dem Justizministerium. Regierungssprecher Steffen Seibert kündigte in Berlin an, eine Entscheidung werde "in absehbarer Zeit" fallen. Es gehe dabei "um schwierige juristische Fragestellungen". Dass viele Menschen wegen der anstehenden Osterferien unsicher seien, ob sie jetzt eine Reise buchen sollten, sei der Bundesregierung bewusst. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte hierzu bereits am Donnerstag betont: "Wir können uns nicht rechtswidrig verhalten."

Vor allem Reisen nach Mallorca hatten jüngst in der Politik für Kritik gesorgt, da im Gegensatz dazu Urlaub in vielen deutschen Ferienregionen wegen der Corona-Einschränkungen derzeit nicht möglich ist. Bund und Länder beschlossen auf ihrem jüngsten Gipfeltreffen auch eine Testpflicht für alle Rückkehrer einer Flugreise - unabhängig vom Infektionsgeschehen im Urlaubsland. Der Bund gibt Reisenden und Fluglinien hier etwas mehr Zeit zur Umsetzung. Die neue Einreiseverordnung, nach der alle Flugreisenden einen negativen Coronavirus-Test vorweisen müssen, trete jetzt erst Dienstagfrüh in Kraft, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in Berlin. Ursprünglich sollte die Auflage ab Sonntag gelten. Spahn betonte aber, die Maßnahme sei kein "Game Changer". Die Testpflicht gilt nur bei Flugreisen, erklärte die Regierung. Es sei nicht geplant, das auf andere Verkehrsmittel wie Schiff oder Auto auszuweiten.

"SONST BLEIBEN PASSAGIERE IM AUSLAND ZURÜCK"

Die Reisebranche stellt sich derweil auf die Testpflicht ein. Die Veranstalter stehen laut Lobbyverband DRV im Kontakt mit ihren Gästen und schaffen Testmöglichkeiten. "Die Organisation läuft", sagte eine DRV-Sprecherin. Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) forderte bereits Ausnahmen für bestimmte Reiseregionen, wo es nicht genügend "Testkapazitäten und Testinfrastrukturen" gebe. Hier müsse es dringend anderen Regeln geben - "sonst bleiben Passagiere im Ausland zurück". Der BDL habe dem Bund vorgeschlagen, dass sich hier Reisende nach Ankunft in Deutschland sofort noch am Zielflughafen testen lassen dürften.

In der Reisebranche hieß es, Aufrufe von Politikern nicht in den Urlaub zu fahren, hätten in der Vergangenheit die Buchungsnachfrage gedrückt. Der Ferienflieger Condor spürt trotz der Debatte derzeit "keine Umbuchungs- oder Stornierungswelle". Die Nachfrage nach Mallorca-Flügen verlaufe weitgehend normal. Beim weltgrößten Tourismuskonzern TUI haben sich die Buchungen ebenfalls normalisiert, nachdem sie Mitte März kräftig angezogen hatten, da die Bundesregierung Mallorca nicht mehr als Risikogebiet einstufte. Man organisiere Testmöglichkeiten für Gäste, die teilweise auch in Hotels oder Clubs getestet werden könnten, sagte ein TUI-Sprecher. Hier könne man von den jüngsten Erfahrungen auf Gran Canaria profitieren.

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