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Versicherer Chubb lässt offenbar die Finger von Rivalen Hartford

29.03.2021 um 16:52 Uhr

Bangalore/München (Reuters) - Der Versicherungskonzern Chubb will sich offenbar nicht auf einen Preispoker mit dem US-Rivalen Hartford Financial Services einlassen.

Das Unternehmen mit Sitz in Zürich äußerte sich am Montag "enttäuscht" über der Weigerung des Hartford-Vorstands, über die vorgeschlagene 23,2 Milliarden Dollar schwere Übernahme zu verhandeln. Chubb deutete an, nicht zu einer Aufstockung des Angebots über 65 Dollar je Aktie für Hartford bereit zu sein: "Unsere Aktionäre verlangen von uns, und wir verlangen das auch von uns selbst, ein disziplinierter Käufer zu bleiben, der sich kompromisslos auf den fairen Wert jeder Institution konzentriert, die wir übernehmen könnten", hieß es in der Mitteilung.

Chubb hatte die Offerte am 18. März vorgelegt, fünf Tage später wies sie Hartford zurück. Analysten hatten den fairen Wert des US-Versicherers auf 80 Dollar je Aktie veranschlagt. Es wäre die größte Übernahme in der Versicherungsbranche weltweit, seit Aon im vergangenen Jahr ein 30 Milliarden Dollar schweres Angebot für Willis Towers Watson vorgelegt hat. Chubb, selbst 2016 aus einer Fusion mit dem Bermuda-Versicherer ACE entstanden, ist an der New Yorker Börse 72 Milliarden Dollar wert.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg hatte am Wochenende den Münchner Versicherungskonzern Allianz als möglichen zweiten Bieter ins Gespräch gebracht. Die Allianz beobachte die Situation rund um Hartford mit Interesse, wolle sich aber nicht in einen Preiskampf hineinziehen lassen, hieß es in dem Bericht. Die Allianz wollte sich dazu nicht äußern.

Die USA gehören zwar zu den Ländern, in denen die Allianz im Geschäft mit kleinen und mittelgroßen Firmen gerne expandieren würde. Doch würde eine solch große Übernahme der Strategie von Vorstandschef Oliver Bäte widersprechen, der sich seit längerem auf kleinere Zukäufe konzentrieren will. Der 2,5 Milliarden Euro schwere Kauf der Polen-Tochter der britischen Aviva in der vergangenen Woche war die teuerste Übernahme in seiner Amtszeit. Zudem haben Versicherer aus der Europäischen Union (EU) weniger Spielraum bei Zukäufen als die US-Konkurrenz, weil ihre Kapitalvorschriften (Solvency II) deutlich strenger sind.

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