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Facebook und Amazon wollen Fußball-"Super League" nicht zeigen

20.04.2021 um 10:42 Uhr

London (Reuters) - Die geplante europäische Fußball-"Super League" stößt offenbar bei Fernsehsendern und Streaming-Anbietern nicht auf Gegenliebe.

Die "Financial Times" berichtete, die Initiatoren der "Super League", an der bisher zwölf Spitzenvereine aus England, Italien und Spanien teilnehmen wollen, hätten erste Gespräche mit möglichen Käufern der Übertragungsrechte wie Facebook, Amazon, Disney und Sky geführt, mit dem Ziel, vier Milliarden Euro im Jahr einzunehmen. Facebook erklärte aber, man habe bisher nicht mit den Organisatoren gesprochen. Ähnliches verlautete aus Kreisen von Amazon.

Die Pläne für die Super League mit 15 festen und nur fünf jährlich wechselnden Teilnehmern hatten Proteste bei Verbänden, Fans, aber auch Spielern und Trainern und aus der Politik ausgelöst. Der britische Sportminister Oliver Dowden kündigte am Montagabend an, die Regierung in London werde alles tun, um eine Umsetzung der Pläne zu verhindern. Der Verkauf der Fernsehrechte ist ein wichtiger Baustein zur Refinanzierung der neuen Liga.

Die UEFA versucht unterdessen nach einem "Bloomberg"-Bericht, zusätzliche Finanzmittel für ihre reformierte Champions League einzuwerben, um den Verlockungen der "Super League" Paroli bieten zu können. Sie sei in Gesprächen mit dem Londoner Investor Centricus Asset Management über ein Finanzierungspaket von sechs Milliarden Euro für den Klub-Wettbewerb, der ab 2024 ohnehin in einem neuen Format ausgetragen werden soll. Die "Super League" lockt die Gründungsmitglieder mit 3,5 Milliarden Euro, die die US-Investmentbank JPMorgan bereitstellen will.

Die gegenwärtigen Inhaber der TV-Rechte an der Champions League der UEFA verurteilten die Pläne für die "Super League". Sie fürchten um die sportliche Attraktivität des Wettbewerbs, wenn mehr als ein Dutzend der erfolgreichsten Vereine fehlen. Die britische BT erklärte, die "Super League" könnte dem Fußball im Land langfristig schaden. Die spanische Mediapro prophezeite, die Pläne seien zum Scheitern verurteilt. Die TV-Sender würden ihre Verträge mit der UEFA nicht aufgeben. Der Streaming-Dienst DAZN, der sich die Rechte in Deutschland mit Sky teilt, erklärte, er habe kein Interesse an Gesprächen über die Super League. Sky äußerte sich ähnlich: "Wir konzentrieren uns vollständig auf unsere langjährigen Partner in Großbritannien und Europa."

Nach Ansicht von Analysten hätten Amazon und der Disney-Sportsender ESPN die besten Chancen, die Super League zu zeigen. Die traditionellen Rechteinhaber hielten sich zurück, weil sie sonst um ihr Verhältnis zu den internationalen Verbänden - die die Europa- und Weltmeisterschaften veranstalten - und den nationalen Ligen fürchten müssten, sagte Medienanalyst Ian Whittaker.

Nach einem Bericht des Magazins "Der Spiegel" wollen die zwölf Gründungsmitglieder der "Super League" den FC Bayern München und Borussia Dortmund sowie Paris St. Germain als feste Teilnehmer an Bord holen. Die deutschen Klubs sollen 30 Tage Bedenkzeit erhalten, die Franzosen 14 Tage. Bayern und Dortmund hatten sich aber bereits gegen die Super League ausgesprochen.

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