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Spahn sieht EU-Klage gegen AstraZeneca zurückhaltend

23.04.2021 um 13:57 Uhr

Berlin (Reuters) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sieht die geplante EU-Klage gegen den Pharmakonzern AstraZeneca wegen der Lieferprobleme bei dessen Corona-Impfstoff zurückhaltend.

Wenn die EU-Kommission einen solchen Schritte gehe, würden die Mitgliedstaaten hinter ihr stehen, sagte Spahn am Freitag in Berlin. Schadensersatzfragen seien sicher wichtig, für ihn habe aber die Lieferung der Impfstoffe derzeit Vorrang, betonte er. "Durch das Gerichtsverfahren werden wir nicht eine Dose mehr haben." Der CDU-Politiker unterstrich erneut die Unzuverlässigkeit des Unternehmens bei der Lieferung mit Impfdosen im Vergleich etwa zu BioNTech.

Zugleich relativierte Spahn die Bedeutung der Aufhebung der Impfpriorisierung für den Einsatz von AstraZeneca durch einige Bundesländer. Diese hätten einige hunderttausend Impfdosen des Vakzins zur Verfügung, die nächsten Liefertermine könne er aber wegen der fehlenden Informationen des Unternehmens nicht nennen. Im Prinzip sei es richtig, jede vorhandene Dose zu verimpfen. Im Juni werde es wohl möglich sein, jedem Bürger eine Impfung anzubieten, also von der Priorisierung nach Risikogruppen abzugehen. Der Präsident des Paul-Ehlich-Instituts, Klaus Cichutek, begrüßte die Aufhebung der Priorisierung beim AstraZeneca-Einsatz als "sehr vernünftig". Er verwies auf die sehr geringen Risiken sowohl bei dem Einsatz von AstraZeneca als auch des Impfstoffes von Johnson & Johnson.

Zu Johnson & Johnson sagt er, dass die Ständige Impfkommission (Stiko) am Donnerstag erstmals über den Einsatz beraten und bisher keine Alterseinschränkung empfohlen habe. Hintergrund ist, dass ähnlich wie bei AstraZeneca in den USA Fälle von Thrombosen nach der Impfung festgestellt worden seien. Die Zahlen seien aber sehr gering, man erwarte nun die Auswertung neuer Zahlen aus den USA. Die Stiko werde dann kommende Woche erneut tagen, sagte Cichutek.

Die EU-Kommission möchte mit einer Klage erreichen, dass der Hersteller die für das zweite Quartal vertraglich vereinbarten Dosen liefere. AstraZeneca hat der EU 180 Millionen Dosen für das zweite Quartal zugesichert.

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