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Verdi will auch nach Lockdown Sonntagsruhe im Handel

29.04.2021 um 11:12 Uhr

Düsseldorf (Reuters) - Die Gewerkschaft Verdi will sich auch nach einem Ende des Corona-Lockdowns gegen Sonderöffnungen des Einzelhandels an Sonntagen wehren.

"Es gibt eine klare Haltung: Wir geben da keinen Jota nach", sagte das für den Einzelhandel zuständige Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger am Mittwochabend. Öffnungen an Sonntagen "klauen den Beschäftigten Zeit mit ihren Familien - und hier ist Schluss". Rufe aus dem Branchenverband HDE nach einer Öffnung an Sonntagen stärkten letztlich nur den Online-Handelsriesen Amazon, sagte Verdi-Fachgruppenleiter Orhan Akman. Die "Schlacht um den Sonntag können die stationären Händler gegen Amazon nicht gewinnen". Der Einzelhandel solle sich vielmehr zusammen mit Verdi für eine Regulierung Amazons einsetzen. "Jeder, der den Sonntag anpackt, bekommt politisch eine blutige Nase von uns", warnte Akman.

Der Branchenverband HDE hatte immer wieder rechtssichere Lösungen für Sonntagsöffnungen im Einzelhandel gefordert und dies vor dem Hintergrund des Lockdowns in der Corona-Krise bekräftigt. Sonntagsöffnungen seien grundsätzlich für den Einzelhandel und die Innenstädte von enormer Bedeutung. Durch die Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sitzen aktuell etwa viele Mode-Händler auf prall gefüllten Lagern und müssen ihre Saison-Ware nach einer Lockerung rasch an die Kunden bringen. Dafür waren Rufe nach zusätzlichen Öffnungen an Sonntagen laut geworden. Verdi hatte immer wieder gegen die etwa zu Volksfesten oder Messen zulässigen Sonderöffnungen geklagt.

Die Gewerkschaft liegt zudem seit Jahren mit Amazon im Clinch und versucht, bei dem rund um die Uhr geöffneten US-Onlinehändler einen Tarifvertrag durchzusetzen. Verdi sei dabei für einen langen Konflikt gerüstet, betonte Akman. Amazon dürfe nicht einseitig entscheiden können, wie künftig gearbeitet werde. Amazon müsse auch von staatlicher Seite reguliert werden, forderte er. Amazon hat die Kritik der Gewerkschaft immer wieder zurückgewiesen und erklärt, der Konzern zahle seinen Beschäftigten bereits "exzellente Löhne".

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