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Luftfahrt-Verband - Risikoscheue Regierungen verlängern Krise

28.05.2021 um 15:02 Uhr

Paris/London (Reuters) - Der internationale Luftfahrt-Verband IATA gibt den Regierungen die Schuld an der andauernden Krise in der Reisebranche.

Sie seien zu risikoscheu und müssten die Regeln lockern, weil von Reisen von Geimpften oder mit negativem Corona-Test nachweislich kaum eine Gefahr ausgehe, sagte der Generaldirektor des Weltverbandes der Fluggesellschaften, Willie Walsh, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. "Die Krise in der Luftfahrt, die ursprünglich von einer Pandemie verursacht wurde, ist zu einer Krise geworden, deren Ursache die von den Regierungen verhängten Restriktionen sind", sagte Walsh, der ehemalige Vorstandschef der British-Airways-Muttergesellschaft IAG.

Widersprüchliche politische Aussagen zum Reisen verursachten eine "unglaublich lächerliche Konfusion", kritisierte der Ire. Walsh ging vor allem die britische Regierung an, die für Reisende aus fast allen Ländern mindestens zwei Corona-Tests und Quarantäne fordere. Er zeigte sich aber zuversichtlich, dass im zweiten Halbjahr mehr Menschen wieder reisen könnten. Schon im Juni könnten Großbritannien und die USA, die hohe Impfquoten aufwiesen, Reisen zwischen den beiden Ländern ermöglichen.

Für zu optimistisch hält Walsh dagegen die am Donnerstag bekanntgewordenen Pläne von Airbus-Chef Guillaume Faury, die in der Corona-Krise gedrosselte Produktion von Kurzstrecken-Flugzeugen binnen zwei Jahren über das Niveau von 2019 hinaus hochzufahren. "Warten wir mal ab, es gibt offensichtlich eine große Diskrepanz zwischen dem, was die Hersteller produzieren wollen, und dem, was die Fluggesellschaften kaufen", sagte er. "Sie wollen natürlich etwas verkaufen. Aber ich glaube nicht, dass es dafür einen Bedarf gibt."

Faury hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, dass Airbus im Frühjahr 2023 pro Monat 64 Flugzeuge aus der A320-Baureihe produzieren könne, bis 2025 seien sogar bis zu 75 möglich. "Die Luftfahrtbranche beginnt sich von der Covid-19-Krise zu erholen", sagte Faury. Vor allem in China und den USA zieht der Inlands-Reiseverkehr wieder an. Vor gut einem Jahr hatte der Konzern die Produktion angesichts des Nachfrageeinbruchs von 60 auf 40 gedrosselt.

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