Reuters

Maas pocht auf transatlantische Kooperation im Kampf gegen Corona

13.07.2021
um 09:12 Uhr

Berlin (Reuters) - Außenminister Heiko Maas hat sich vor seinem USA-Besuch für eine enge transatlantische Zusammenarbeit als wichtigen Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie starkgemacht.

"Die transatlantischen Wirtschaftsstrukturen, die gemeinsame Innovationskraft bei der Impfstoffentwicklung – all das trägt entscheidend zu greifbaren Fortschritten im Kampf gegen die Pandemie bei", teilte Maas am Dienstag vor dem Abflug zu einer US-Reise mit, bei der er auch ein Werk des US-Konzerns Pfizer besuchen wird, wo Impfstoff der Mainzer Firma Biontech hergestellt wird. Deutschland steht bei den internationalen Anstrengungen im Kampf gegen Corona trotz großer Finanzzusagen auch unter Druck, weil es die Freigabe der Patente für Impfstoffe ablehnt. Dies dürfet auch Thema bei den Gesprächen von Kanzlerin Angela Merkel mit US-Präsident Joe Biden am Donnerstag im Weißen Haus in Washington sein.

Maas plant zeitgleich in New York bei den Vereinten Nationen (UN) für eine politische Lösung im Bürgerkriegsland Libyen zu werben. "Wir brauchen hier ein Zusammenwirken der internationalen Akteure und einen Abzug aller ausländischen Söldner und Soldaten. Das haben wir erst kürzlich bei der zweiten Berliner Libyenkonferenz noch einmal bekräftigt", sagte er. Maas trifft neben amerikanischen Regierungsvertretern auch UN-Generalsekretär Antonio Guterres. In den vergangenen Wochen hatten bereits Wirtschaftsminister Peter Altmaier, Finanzminister Olaf Scholz und Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in den Vereinigten Staaten Gespräche mit der neuen US-Regierung geführt.

Pfizer Inc.

WKN 852009 ISIN US7170811035