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Akkus sind Knackpunkt bei Plänen für E-Autos in Großbritannien

20.07.2021 um 12:02 Uhr

London (Reuters) - Großbritannien verbietet noch schneller als die EU neue Autos mit Verbrennungsmotoren, hat aber großen Nachholbedarf beim Aufbau der Batterieproduktion für Elektroautos.

Schon 2030 und damit fünf Jahre früher als in der EU geplant, sollen keine neuen Benzin- oder Dieselautos mehr zugelassen werden. Ab 2035 dürfen keine Plug-in-Hybrid-Pkw mehr auf den Markt kommen. Nach einer Prognose von Benchmark Mineral Intelligence werden deshalb 175 Gigawattstunden (GWh) an Batteriezellkapazität bis 2035 vor Ort gebraucht für drei Millionen neue E-Autos. In der Pipeline seien erst knapp 57 GWh.

Um Zölle auf Exporte von Neuwagen in die EU zu vermeiden, müssen bis zu 70 Prozent der Batterie aus Großbritannien oder aus der EU stammen. Experten drängen zur Eile. "Die britische Regierung muss aufwachen und in die Lieferkette investieren", sagte Matt Windle, Manager des britischen Sportwagenproduzenten Lotus. "Wir haben das Wissen, wir haben die Leute, uns fehlt nur die Lieferkette." Das Vereinigte Königreich brauche einen "Batteriezar", der solche Projekte vorantreibt, so wie EU-Vize-Kommissionschef Maros Sefcovic in der Staatengemeinschaft seit 2017, riet Guy Winter vom Beratungsunternehmen Fasken. Andernfalls bleibe China der dominierende Zellproduzent. Die Zeit werde knapp, warnte er.

Mit einer Milliarde Pfund will die Regierung in London den Aufbau der Lieferkette für Batterien fördern. Etwa die Hälfte der Mittel wurden Projekten zugeteilt. Es gebe Interesse von mehr als 120 weiteren Projektgruppen, erklärte das Advanced Propulson Centre (APC), eine Fördereinrichtung für Forschung und Entwicklung. Die übrige halbe Milliarde reiche allenfalls für einige der Initiativen, erklärte APC-Chef Ian Constance. Batteriefabriken kosten Branchenexperten zufolge zwei bis vier Milliarden Pfund. Im weltweiten Durchschnitt geben Staaten 750 Millionen Pfund Subventionen aus pro Fabrik.

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