Reuters

Insider - Italien umwirbt Intel für Milliarden-Chipfabrik

22.10.2021 um 17:57 Uhr

Mailand/Rom (Reuters) - Italien wirbt Insidern zufolge den US-Konzern Intel mit einem maßgeschneiderten Angebot für den Bau einer Chipfabrik.

Zugleich zeichne sich Deutschland als Spitzenkandidat für eine noch größere sogenannte Megafabrik ab, sagten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Die Regierung in Rom führe mittlerweile fortgeschrittene Gespräche mit dem US-Konzern über mögliche Investitionen, die sich ersten Schätzungen zufolge auf mehr als vier Milliarden Euro belaufen dürften. Einer Person zufolge könnten sie bei bis zu acht Milliarden Euro liegen. Letzlich könnten mehr als 1000 Arbeitsplätze in der Fabrik entstehen, in der neue Technologien eingesetzt würden, um von Intel und anderen Anbietern produzierte Komponenten zu vollständigen Chips zu verweben.

In Deutschland werde inzwischen Dresden als Favorit für die Megafabrik gehandelt, sagten die Personen, die in die finalen Gespräche über den Ort des Werkes nicht direkt involviert sind. Das sächsische Wirtschaftsministerium teilte auf Anfrage mit, noch sei keine Entscheidung getroffen. Zugleich hieß es: "Natürlich hoffen wir, dass sich das Unternehmen beim Standort für seine neuen Giga-Fabriken für den Freistaat Sachsen entscheidet. Viele Gründe sprechen dafür: Wir sind der Halbleiterstandort Nummer eins in Europa und damit die erste Adresse für alle Unternehmen, die in dieser Branche investieren wollen."

Erst im Sommer hatte der US-Chipkonzern GlobalFoundries, der gerade seinen Börsengang vorbereitet, angekündigt, eine Milliarde Dollar in das Geschäft in Deutschland zu stecken. GlobalFoundries betreibt in Dresden nach eigenen Angaben das größte Halbleiterwerk Europas, in dem mehr als 3000 Mitarbeiter tätig sind. Im Juni hatte zudem Bosch eine neue Chip-Fabrik in Dresden eröffnet.

Intel nimmt gerade viel Geld in die Hand, um seine Kapazitäten mitten in der Chipkrise auszubauen und sich auch als Auftragsfertiger zu positionieren. Mit den neuen Werken in Europa will der Konzern auch einer Wiederholung der Lieferengpässe vorbeugen, die gerade die Autoindustrie unter Druck setzen. Eine Entscheidung über die Orte für die neuen Werke will Firmenchef Pat Gelsinger noch dieses Jahr treffen.

Am Aktienmarkt spielte das keine Rolle. Dort musste der für die Anleger enttäuschende Margenausblick des Unternehmens verdaut werden.

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