Reuters

Ratingagentur S&P hebt Bonitätsnote der Deutschen Bank an

09.11.2021
um 14:27 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Die Deutsche Bank hat von der US-Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) bessere Bonitätsnoten erhalten.

Das langfristige Emittentenrating und die Note für vorrangige bevorrechtigte Anleihen seien jeweils auf A- von bislang BBB+ angehoben worden, teilte Deutschlands größtes Geldhaus am Dienstag in Frankfurt mit. Die Aussichten seien stabil. "Es ist sehr erfreulich, dass die Fortschritte bei der Transformation der Deutschen Bank erneut von einer führenden Ratingagentur anerkannt wurde", kommentierte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing den Schritt. Die Hochstufungen zeigten, dass die Strategie der Deutschen Bank die richtige sei. Diese wichtigen Ratings liegen laut dem Institut nun bei allen führenden Agenturen im A-Bereich.

Die Bank hatte Ende Oktober den fünften Quartalsgewinn in Folge gemeldet. Dies war für das Institut die längste Gewinnserie seit 2012. Trotz zusätzlicher Kosten für die Neuaufstellung und Einbußen im wichtigen Investmentbanking verdiente Deutschlands größtes Geldhaus im Sommerquartal mehr als Experten ihm zugetraut hatten. Die Bank steckt seit Jahren in einem umfassenden Umbau. Ganze Abteilungen wurden geschlossen, riskante Teile des Investmentbankings abgestoßen und umfassende Sparmaßnahmen angeschoben wurden.

"Dies ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg, unsere Bank zu verändern", erklärte Finanzvorstand James von Moltke zu dem Schritt von S&P. "Die verbesserten Ratings unterstützen uns dabei, unsere Ziele für 2022 zu erreichen." Die Bank strebt für 2022 unter anderem eine Nachsteuerrendite von acht Prozent an. Die Aufwand-Ertragsrelation soll dann bei 70 Prozent liegen. Das heißt, dass für jeden Euro Ertrag 70 Cent aufgewendet werden müssen. Ende September lag diese Kennziffer noch bei 82 Prozent.

Deutsche Bank AG

WKN 514000 ISIN DE0005140008