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Audi mit Rekordgewinn - Unsicherheit wegen Ukraine

17.03.2022 um 16:57 Uhr

München (Reuters) - Audi wagt keine Vorhersage zu den Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine auf seine Geschäftsergebnisse.

Es werde im März und April zu deutlichen Belastungen der Produktion kommen, sagte Finanzvorstand Jürgen Rittersberger am Donnerstag. Unklar sei aber, wie lange es dauere, den Rückstand aufzuholen. Zudem bestehe Unsicherheit darüber, welche Auswirkungen der Krieg auf die Weltwirtschaft habe. "Ich traue mir keine Prognose zu."

Dabei sei die Volkswagen-Tochter gut in das Jahr gestartet. Die Auftragsbücher seien voll, die Versorgung mit Halbleitern verbessere sich. Vor Ausbruch des Krieges habe Audi mit einem Umsatzanstieg auf 62 bis 65 Milliarden Euro und einer operativen Rendite zwischen neun und elf Prozent gerechnet. Der Netto-Cashflow werde zwischen 4,5 und 5,5 Milliarden Euro liegen, teilte das Unternehmen mit.

Doch wegen des Krieges wird Audi nicht wie gewohnt mit Teilen aus der Ukraine versorgt. Dabei geht es vor allem um Kabelbäume, für die sich der Westen der Ukraine zu einem wichtigen Produktionsstandort entwickelt hat. Audi-Chef Markus Duesmann sagte, sein Unternehmen arbeite derzeit mit den Zulieferern daran, alternative Produktionsstätten zu finden. "Wir nutzen alle Möglichkeiten, die wir haben." Sein Unternehmen wolle allerdings gar nicht aus der Ukraine raus. Audi werde derzeit aus der Ukraine beliefert, wenngleich nicht im gewohnten Umfang. Einige Zulieferer in der Ukraine produzierten weiter. "Das macht mich schier sprachlos, mit welchem Mut die Ukrainer dort agieren."

In der Prognose für das laufende Jahr ist erstmals die Luxus-Tochter Bentley mit enthalten, die seit Jahresauftakt zusammen mit Lamborghini und Ducati zur Audi-Markengruppe gehört. Die Ingolstädter rechnen künftig mit Synergiepotenzialen im hohen dreistelligen Millionenbereich. Zudem stellte Audi eine höhere Rendite in Aussicht: Ab 2030 solle die operative Umsatzrendite auf mehr als elf Prozent steigen. Bislang peilt Audi eine Rendite zwischen neun und elf Prozent an. Damit liegen die Ingolstädter im Vergleich mit der Konkurrenz aus Stuttgart und München im Mittelfeld. Die VW-Tochter setzt dabei auf günstigere Herstellungskosten bei Elektroautos. Schon jetzt liege der Q4 Etron auf dem Kostenniveau eines vergleichbaren Verbrenners, ab Mitte des Jahrzehnts seien Elektromodelle nicht mehr teurer als Benzin- oder Dieselfahrzeuge, sagte Duesmann.

2021 hatte Audi mit einem Betriebsgewinn von rund 5,5 Milliarden Euro rund doppelt so viel verdient wie im Jahr davor und einen Rekord markiert. Der Umsatz verbesserte sich um 6,2 Prozent auf 53 Milliarden Euro, die Umsatzrendite lag bei 10,4 Prozent - und damit auf dem Niveau des Rivalen BMW. Trotz der Engpässe bei der Versorgung mit Halbleitern hätten die Auslieferungen in etwa auf dem Niveau des Vorjahres gelegen. Weil Chips fehlten, musste auch Audi zeitweise die Produktion drosseln.

Volkswagen AG Vz. Chart
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