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TUI erwartet starken Sommer - kaum Last-Minute-Schnäppchen

11.05.2022 um 10:37 Uhr

Frankfurt (Reuters) - Der Reisekonzern TUI rechnet angesichts einer starken Erholung des Tourismus von der Corona-Krise mit einer Rückkehr zu schwarzen Zahlen im Gesamtjahr.

Die Kapazität werde im Sommer fast das Vorkrisenniveau von 2019 erreichen, erklärte TUI-Chef Fritz Joussen am Mittwoch. "Nach zwei Jahren Krise erwarten wir bei TUI entsprechend im laufenden Geschäftsjahr, mit einem signifikant positiven bereinigten Ebit wieder profitabel zu werden." In den vergangenen beiden Jahren hatte der Geschäftseinbruch aufgrund der Pandemie TUI milliardenhohe Verluste eingebrockt. Bislang hatte TUI noch keine Aussage zum Ergebnis gewagt.

"Die Krise war schwierig, aber der Tourismus ist ungebrochen", sagte Joussen. Der Markt sei gesund und sofort wieder da, seit die Regierungen die Reisebeschränkungen zur Pandemie-Abwehr wieder aufhoben. Die gestiegene Inflation könnte die Nachfrage bremsen, wenn sie von Dauer sei. Doch damit rechne er nicht.

QUARTALSVERLUST NIEDRIGER

Im zweiten Quartal des seit Oktober laufenden Geschäftsjahres 2022 erzielte TUI mit 2,13 Milliarden Euro neun Mal so viel Umsatz wie im Vorjahreszeitraum. Der Marktführer zählte 1,9 Millionen oder zehn Mal so viele Gäste wie vor Jahresfrist. Der saisonal übliche Verlust (bereinigtes Ebit) belief sich auf 330 Millionen Euro nach 633 Millionen Euro. Die mit der Omikron-Variante zu Jahresbeginn steigenden Infektionszahlen hätten die Buchungen nur kurzfristig gedämpft. Im abgelaufenen zweiten Quartal seien 71 Prozent der Kapazitäten des Vorkrisenjahres 2019 gebucht gewesen.

Aktuell seien 85 Prozent des Buchungsniveaus von Sommer 2019 erreicht. In den vergangenen sechs Wochen lagen die Neubuchungen über dem Vorkrisenniveau. Insgesamt zählt TUI bislang elf Millionen Kunden - vor der Krise waren es rund 20 Millionen im Jahr. Das Angebot zum Ende des Sommers werde schon knapp, sagte Joussen. "Last-Minute-Geschäfte zu niedrigen Preisen wird es diesen Sommer eher nicht geben."

Die Durchschnittspreise für Sommerreisen lägen 20 Prozent höher als vor der Corona-Krise. Das liege vor allem daran, dass die Gäste mehr Geld für Zusatzleistungen oder höhere Hotelkategorien ausgäben. Bereinigt um diesen Effekt sei das Preisniveau nahezu unverändert. Ein Umsatztreiber ist die längere Reisedauer - die Urlauber machen im Schnitt jetzt neuneinhalb Tage Urlaub und damit einen Tag mehr als zuvor. Steigende Treibstoffkosten seien durch die höheren Preise schon abgedeckt.

Mit den Buchungen füllt sich die Kasse des Touristikkonzerns aus Hannover, sodass die Nettoverschuldung weiter sank: um gut eine Milliarde Euro auf 3,9 Milliarden Euro. Nachdem im April eine erste Kreditlinie über 700 Millionen Euro bei der Staatsbank Kfw aufgelöst wurde, soll die Staatshilfe weiter zügig zurückgeführt werden. Der Staat musste das Unternehmen mit insgesamt 4,3 Milliarden Euro Finanzhilfen in der Pandemie-Krise vor dem Aus bewahren. Aktuell brauche TUI kein Geld vom Steuerzahler und auch nur wenig von den Banken, sagte Joussen.

Dank der Normalisierung fährt der Konzern auch die Beschäftigung wieder hoch. Ende März arbeiteten rund 46.000 Personen, etwa 10.000 mehr als vor einem Jahr, bei TUI. Derzeit seien 1500 zusätzliche Stellen geplant, vor allem zur Digitalisierung.

TUI AG NA O.N. Chart
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