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Immobilien-Riese Vonovia steigert Ertrag - und baut Zins-Anstieg vor

03.08.2022
um 07:37 Uhr

Düsseldorf (Reuters) - Der Immobilien-Riese Vonovia hat im ersten Halbjahr ein deutliches Gewinnplus verbucht.

Der Bochumer Konzern bestätigte zudem seine Prognose für 2022. Zum Abbau von Schulden will sich Vonovia künftig verstärkt von Wohnungen trennen.

Der Gewinn aus dem operativen Geschäft (Group FFO) - die bei Immobilienfirmen zentrale Kennziffer - erhöhte sich in den ersten sechs Monaten durch die Übernahme des kleineren Konkurrenten Deutsche Wohnen, steigende Mieten und einen niedrigen Leerstand um 36,3 Prozent auf 1,06 Milliarden Euro, wie der Bochumer Dax-Konzern am Mittwoch mitteilte. Vonovia hatte die Deutsche Wohnen vergangenes Jahr geschluckt. Für den Zukauf hatte Vonovia rund 17 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt.

Vonovia-Chef Rolf Buch hatte angekündigt, sich auch wieder von Wohnungen trennen zu wollen. Vonovia habe nun "verschiedene Portfolios ermittelt, die für einen Verkauf geeignet sind", hieß es weiter. Bei der Tochter Deutschen Wohnen steht zudem die Pflegeheim-Sparte auf dem Prüfstand. Vonovia peilt für einzelne Projekte auch Partnerschaften mit Investoren an. Steigende Zinsen und damit anziehende Kapital- und Baukosten gehen auch am deutschen Branchenprimus nicht spurlos vorbei.

Ihre Prognosen bestätigten die Bochumer: Vonovia geht im laufenden Jahr für zentrale Kennzahlen von einem Wachstum von voraussichtlich mehr als 20 Prozent aus. Der Gewinn aus dem operativen Geschäft (Group FFO) soll damit in einer Bandbreite von rund 2,0 bis 2,1 Milliarden Euro liegen.

Deutsche Wohnen SE

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