Reuters

Adidas stellt Kooperation mit Rapper Kanye West in Frage

07.10.2022 um 07:22 Uhr

München (Reuters) - Adidas geht auf Distanz zu seinem langjährigen Partner Kanye West.

"Nach wiederholten Versuchen, die Situation außerhalb der Öffentlichkeit zu klären, haben wir entschieden, die Partnerschaft auf den Prüfstand zu stellen", erklärte der fränkische Sportartikelkonzern am Donnerstagabend. "Eine erfolgreiche Partnerschaft beruht auf gegenseitigem Respekt und gemeinsamen Werten." Das sieht Adidas offenbar nicht mehr als gegeben an, nachdem West wiederholt heftige Attacken gegen den Sportartikelhersteller geritten hat. Unter anderem warf der 45-Jährige dem Unternehmen vor, das Design der von ihm entworfenen "Yeezy"-Schuhe kopiert und für eigene Adidas-Modelle verwendet zu haben.

In der Vergangenheit hatte West auch mehr Einfluss bei Adidas gefordert. Das Unternehmen hatte zu den Vorwürfen stets geschwiegen. Der Rapper designt für Adidas seit 2015 Schuhe und Kleidung unter der Marke "Yeezy", die in den besten Jahren für Umsätze in Milliardenhöhe sorgten. Dafür bekommt West Tantiemen, nach Medienberichten mehrere hundert Millionen Dollar im Jahr. Der Vertrag läuft noch bis 2026. Adidas nannte die Zusammenarbeit "eine der erfolgreichsten Kollaborationen in der Geschichte unserer Branche". Einem Bericht des Online-Portals "Business of Fashion" zufolge hat der Konzern West angeboten, die Zusammenarbeit gegen eine Abfindung von einer Milliarde Dollar zu beenden.

Die erst seit 2020 laufende Kooperation von West mit dem US-Modehändler Gap war vor kurzem vorzeitig beendet worden. Bei Gap soll nur noch die aktuelle "Yeezy"-Kollektion abverkauft werden. Darauf könnte es auch bei Adidas hinauslaufen: Während der Überprüfung "werden wir die aktuellen Produkte weiter vorhalten", hieß es in der Adidas-Mitteilung.

(Bericht von Olaf Brenner, Christoph Steitz und Alexander Hübner; Redigiert von Scot W. Stevenson; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte)

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