Die Top-5-Robotik-Aktien, die Sie nicht aus den Augen verlieren sollten!

09.12.2016 um 12:06 Uhr

Robotik ist neben Virtual Reality wohl einer der faszinierendsten Trends des 21. Jahrhunderts. Robotisierte und halbrobotisierte Systeme umgeben uns sowohl zuhause als auch am Arbeitsplatz und es werden immer mehr. Die einzige Frage, die wir uns als Trader und Investoren dabei stellen sollten, lautet: Wie kann man am besten von diesem aufkommenden Trend profitieren? Aus diesem Grund stellen wir Ihnen in der folgenden Übersicht Top-5-Robotik-Aktien vor, die Sie in der Zukunft auf keinen Fall aus den Augen verlieren dürfen.

Der mit rund 1,59 Mrd. USD kapitalisierte Haushaltsrobotik-Spezialist iRobot (IRBT).

Der Konzern ist hervorragend in einem schnell wachsenden Markt von Service-Robotik-Lösungen positioniert und kontrolliert mittlerweile mit seinen Consumerprodukten einen Marktanteil von über rund 63 %.

Zuletzt sorgte der Konzern mit einer positiven Übernahmenachricht für Aufmerksamkeit, die angesicht ihrer Spezifikation die Erwartungen für das kommende Jahr durchaus konservativ aussehen lässt. Wie iRobot mitteilte, wurde eine Vereinbarung zur Übernahme des japanischen iRobot-Vertriebspartners Sales On Demand Corp geschlossen. Damit wäre der Vertrieb in Japan in konzerneigener Hand. Dieser Umstand bedeutet nun, dass iRobot quasi zu einem Direktvertrieb, also ohne Zwischenhändler, übergeht und somit künftig höhere Margen realisieren wird. Was allerdings aus Sicht unserer Redaktion eine entscheidende Rolle spielen könnte, ist der Umstand, dass Japan mit seiner rund 130 Millionen starken Bevölkerung wohl das einzige Land auf der ganzen Welt ist, das den Robotern auf traditionsbedingter Ebene mit großer Begeisterung begegnet und somit für eine viel stärkere Nachfrage sorgen könnte als vorher angenommen wurde.

Für die zukünftige Wachstumsphantasie sorgt aber auch die innovative Stärke von iRobot. Beispielhaft dafür ist das neue Produkt „Braava-Jet Mopping“, das in der Lage ist, sowohl mit trockenen als auch nassen Tüchern zu reinigen. In dieser Hinsicht sichert sich iRobot wiederkehrende Erlöse aus dem künftigen Verkauf von speziellen Verbrauchsmaterialien wie Tüchern. Theoretisch wäre es aber auch durchaus denkbar, dass der Konzern seine Expertise auch auf weitere Marksegmente wie die Reinigung von Fenstern oder Böden in Hotels und Restaurants ausweiten könnte.


Der mit rund 3,79 Mrd. Euro kapitalisierte japanische Hersteller von Industrierobotern Yaskawa (857658).

Wenn Sie also ein Fan von industriellen Robotern sind und an ihren verstärkten Einsatz während z.B. der Tesla-Kapazitätserweiterung bei der Produktion von Elektroautos oder den allgemeinen Übergang vom industriellen Werkarbeiter hin zum Roboter glauben, dann dürfen Sie auf keinen Fall die Aktie von Yaskawa Electrics aus den Augen verlieren. Der Konzern ist mit mehr als 350.000 installierten Einheiten einer der weltweit größten Akteure im Bereich Industrierobotik.

Für seine Wachstumsphantasie spricht neben seiner Innovationskraft vor allem seine jüngste Ankündigung einer Investitionsoffensive in Europa. Damit beabsichtigt der Konzern, seine Präsenz auf dem europäischen Markt signifikant ausbauen zu können. Das erklärte Ziel lautet: „mittelfristig in strategischen Zielmärkten zu den beiden führenden Herstellern von Industrierobotern in Europa [zu] gehören“. Und um dies zu erreichen, wird Yaskawa seine Fertigungskapazitäten erweitern und weitere Produktionsstätten sowie ein Robotik-Entwicklungszentrum in Slowenien eröffnen. Die Fertigung der ersten „Motoman“-Roboter soll dann im Jahr 2018 starten, wobei die neue Fabrik rund 80 % des europäischen Roboterbedarfs decken soll. Damit wird sich Yaskawa strategisch wichtig positionieren, um auf die Bedürfnisse des europäischen Markts noch schneller zu reagieren und kundenspezifische Robotiklösungen bereitzustellen.

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Fanuc (863731) – ebenfalls ein japanischer Hersteller von Industrierobotern.

Das mit rund 32,95 Mrd. Euro kapitalisierte Unternehmen verfügt über 252 Niederlassungen in 46 Ländern. Seine Roboterlösungen werden hauptsächlich in der Autoindustrie eingesetzt.

Für Wachstumsphantasien sorgt in diesem Fall aber die in diesem Jahr bekanntgewordene Kooperation mit dem führenden Grafikchiphersteller Nvidia (NVDA). Beide Konzerne sind eine Partnerschaft zur Entwicklung intelligenter Industrie-Robotiklösungen eingegangen, was im Erfolgsfall die gesamte Robotik-Branche auf eine neue Entwicklungsebene heben könnte.

Die neue Robotergeneration soll dabei in der Lage sein, nicht nur selbständig aus eigenen und kollektiven Robotererfahrungen via Cloudsynchronisation zu lernen, sondern sich dadurch auch neue Fähigkeiten und Fertigkeiten anzueignen, was den beiden Unternehmen in Zukunft ganz neue Perspektiven eröffnet und das Einsatzgebiet von Industrierobotern stark erweitern würde. Sollte dieses Ziel realisiert werden, so wird die Entwicklung im Rahmen zukünftiger Konzepte rund um "Industrie 4.0" oder der "Fabrik der Zukunft" signifikant beschleunigt und Fanuc könnte mit seiner neuen Technologie zu den Topprofiteuren gehören.

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Unter den Anbietern von OP-Robotern ist Intuitive Surgical (ISRG) genau das Unternehmen, dessen Aktie aufgrund seines hohen Innovationspotenzials sowie einer hochtechnologischen Expertise in jedem Fall auf die Watchlist gehört.

Die Aktie des mit rund 24,08 Mrd. USD kapitalisierten Unternehmens geriet in den letzten Wochen stark unter Druck und musste starke Kursabschläge in Kauf nehmen. Was allerdings für das Unternehmen spricht, ist seine rund 27,51%ige Nettogewinnmarge bei einer 14,95%igen Eigenkapitalrentabilität. Das KGVe17 liegt aktuell bei rund 24.

Trotz des wachsenden Konkurrenzdrucks hat der Konzern sehr gute Chancen, seine Expansion fortzusetzen, denn große Krankenhausketten können durch die zunehmende Automation Personalkosten senken und gleichzeitig eine hohe medizinische Qualität garantieren. Zusätzlich profitiert Intuitive Surgical von seiner hohen installierten OP-Roboter-Basis mit über 3.746 Einheiten, weil immer mehr Anwendungsgebiete zugelassen werden. Folglich steigt auch die Anzahl der durchgeführten OPs, also kann der Konzern zusätzlichen Cashflow mit dem Verkauf von Verbrauchsmaterialien generieren, womit man rund 70 % der Gesamterlöse erzielt.

Hinzu kommt noch der gesellschaftliche Aspekt, infolgedessen sich immer mehr Ärzte aber auch Patienten dazu entschließen, im Fall einer Operation die Ausführung einem robotisierten System anzuvertrauen. Gerade bei Operationen zur Bekämpfung von Krebs und Tumoren nimmt der Einsatz von Robotern kontinuierlich zu. Bekannt ist das Unternehmen für sein „Da Vinci-System“, das bereits seit mehreren Jahren erfolgreich bei minimalinvasiven Eingriffen eingesetzt wird und einer immer höheren Akzeptanz und stärkeren Nachfrage gegenübersteht.

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Und schließlich die Aktie des mit rund 5,07 Mrd. USD kapitalisierten Unternehmen COGNEX (CGNX).

Das Unternehmen ist der weltweit führende Anbieter von Vision-Systemen, - Software, -Sensoren und Oberflächeninspektionssystemen zur Produktionsautomatisierung und spezialisiert sich zusätzlich auf die Herstellung von industriellen ID-Lesegeräten. Die stärkste Expertise von COGNEX liegt allerdings in der Spezialisierung auf industrielle Bildverarbeitungssysteme und Vision-Sensoren für die Fabrikautomation von Fertigungslinien. Damit liefert der Konzern die unverzichtbare Grundlage für zahlreiche Anwendungen rund um die Trends "Industrie 4.0" und die "Fabrik der Zukunft". Dadurch wird eine zuverlässige Überwachung der Fertigungsprozesse und ihre schnelle Optimierung ermöglicht. Auch die Steuerung von robotisierten Systemen mit industrieller Bildverarbeitung gehört zu den Kernkompetenzen des Konzerns.

Der Konzern arbeitet mit einer Nettogewinnmarge von rund 26,5 % und das bei einer 14,8%igen Eigenkapitalrentabilität. Bemerkenswert ist auch, dass Cognex in den vergangenen 13 Quartalen die Erwartungen der Analysten nur zweimal NICHT übertreffen konnte. Als wesentlicher Wachstumstreiber erweist sich nach wie vor eine sehr starke Nachfrage in allen drei Kernsegmenten: Konsumentenelektronik, Automotive und Logistik. In Anbetracht einer sehr soliden Positionierung des Konzerns in einem wachsenden Markt sowie der Tatsache, dass der Konzern in allen seinen Kernbereichen mit Wachstum überzeugen kann, dürfte die Aktie des Vision-Spezialisten ihre Trendbewegung schon bald wieder aufnehmen.

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