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ROUNDUP: Rheinland-Pfalz will Opel in Kaiserslautern sichern

15.02.2017 um 15:10 Uhr

MAINZ/KAISERSLAUTERN (dpa-AFX) - Die rheinland-pfälzische Landesregierung will das Opel-Werk in Kaiserslautern bei einer möglichen Übernahme durch den französischen Autokonzern PSA unterstützen. "Wir werden alles dafür tun, den Opel-Standort in Kaiserslautern zu erhalten", sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) nach Angaben der Staatskanzlei vom Mittwoch dem Südwestrundfunk (SWR).

In Kaiserslautern stellen rund 2100 Beschäftigte Motoren und Fahrwerkskomponenten für Opel her. Das Hauptwerk in Rüsselsheim ist von der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt nur etwas mehr als 10 Kilometer Luftlinie entfernt.

Auch Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) sagte im Deutschlandfunk: "Wir sind bereit, alles zu tun, damit dieser Standort dauerhaft gesichert wird." Er betonte allerdings: "Zunächst einmal ist es hier nicht Aufgabe (...) der Landesregierung, Geld zu geben." Die Landesregierung könne "über Verkehrsinfrastruktur und andere Dinge helfen, die Standort-Attraktivität hochzuhalten".

Eine Allianz zwischen dem französischen und dem deutschen Autohersteller könne auch Vorteile bringen, sagte Wissing. Er sieht außerdem einen Zusammenhang zwischen den Übernahmegesprächen für Opel und dem Brexit, dem geplanten Austritt Großbritanniens aus der EU. Das mache die Lage für die Amerikaner unübersichtlich.

Tausende Jobs stehen nach Einschätzung des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer bei einer möglichen Übernahme auf dem Spiel. Vor allem am Stammsitz Rüsselsheim könnten zentrale Einheiten verkleinert oder ganz abgebaut werden, weil ihre Aufgaben im Konzern übernommen würden, sagte der Direktor des CAR-Instituts der Universität Duisburg-Essen. Die vorhandenen Kapazitäten seien eher zu groß, so dass die Lage für die Opel-Werke in Eisenach und Kaiserslautern über Nacht schlechter geworden sei.

Der Mainzer Oberbürgermeister Michael Ebling (SPD) forderte von Frankreich, bei einer Übernahme durch die französische PSA-Gruppe für die Einhaltung der Arbeitnehmerrechte zu sorgen. Die französische Regierung habe Einfluss als Miteigentümerin des Peugeot -Citroën-Konzerns, teilte der Mainzer SPD-Chef gemeinsam mit SPD-Bundestagskandidat Carsten Kühl mit. "Die Befürchtung der Gewerkschaft, dass eine Verletzung der deutschen und europäischen Mitbestimmungsrechte vorliegen könnte, ist ernst zu nehmen."

Die Konzerne loten nach eigenen Angaben verschiedene Möglichkeiten zur Expansion und Kooperation aus. Die beiden Autohersteller arbeiten bereits seit 2012 bei verschiedenen Projekten in Europa zusammen./vr/DP/stb

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