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FINLAB AG NA O.N.
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Original-Research: FinLab AG (von GBC AG): -

22.11.2018 um 09:01 Uhr

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Original-Research: FinLab AG - von GBC AG

Einstufung von GBC AG zu FinLab AG

Unternehmen: FinLab AG
ISIN: DE0001218063

Anlass der Studie: GBC-Vorstandsinterview
Empfehlung: -
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Letzte Ratingänderung:
Analyst: Cosmin Filker

Die FinLab hat als Beteiligungsgesellschaft mit dem Fokus auf
Fintech-Geschäftsmodellen in den vergangenen Geschäftsjahren ein
umfangreiches und gleichzeitig vielversprechendes Beteiligungsportfolio
aufgebaut. Mittlerweile ist die Gesellschaft an insgesamt acht Unternehmen
aus dem Fintech-Bereich nennenswert beteiligt, darunter die Deposit
Solutions, nextmarkets, oder kapilendo. Nachdem vor zwei Monaten mit der
awamo GmbH, einem Anbieter von SaaS-Kernbankenlösungen, das
Beteiligungsportfolio ausgebaut wurde, hat die FinLab AG ein neues
siebenstelliges Investment in die CASHLINK Technologies GmbH getätigt. Der
GBC-Analyst Cosmin Filker hat mit dem FinLab Vorstand Juan Rodriguez über
das neue Investment sowie über die Unternehmensentwicklung gesprochen:

GBC AG: Mit dem neuen Investment in die CASHLINK Technologies GmbH wollen
Sie insbesondere die Digitalisierung der Prozesse im Bereich der
Start-Up-Finanzierung vorantreiben. Welche Produkte stehen hier im
Vordergrund?

Juan Rodriguez: Mit der neuen Plattform für handelbare Startup-Anteile,
stokera, digitalisiert CASHLINK den Investitionsprozess in Startups. Bisher
nehmen Start-ups vor allem wegen der hohen Transaktionskosten Kapital in
Finanzierungsrunden auf. Mit stokera können sie flexibel Kapital aufnehmen,
wenn sie es benötigen und sparen Ressourcen, die sie in ihre
Produktentwicklung stecken können. Auch für professionelle Investoren ist
die Plattform interessant: Waren Kapitalanlagen in Start-ups bisher meist
illiquide und unflexibel, ermöglicht die Plattform stokera das einfache und
kostengünstige Übertragen von Start-up-Anteilen. Dadurch erzielt stokera
für professionelle Investoren mehr Flexibilität und erleichtert sowohl den
Investitionsprozess als auch die sichere Übertragbarkeit der Anteile.

GBC AG: Was ist der Vorteil beim Einsatz einer Blockchain im
Finanzierungsprozess und sind hier gesetzliche Vorgaben umzusetzen?

Juan Rodriguez: Die Blockchain hat im Finanzierungsprozess sowohl auf
Businessseite als auch auf der technischen Ebene deutliche Vorteile. Zum
einen sind Startup-Anteile über die Blockchain deutlich günstiger,
einfacher und schneller zu übertragen als klassische Startup-Anteile. Zum
anderen ist die Blockchain-Technologie transparenter und sicherer als
klassische Datenbanken. Regulatorisch werden die Anteile als Wertpapier
nach deutschem Recht behandelt. Die Regulierung ist hier prinzipiell
technologieneutral.

GBC AG: Plant Stokera für die Umsetzung der Digitalisierung einen ICO
(Initial Coin Offering)?

Juan Rodriguez: Bei stokera werden Security Token Offerings (STOs)
ermöglicht: STOs unterscheiden sich in mehreren Punkten deutlich von einem
ICO. Zum einen wird bei stokera eine andere Art von Token ausgegeben. Im
Falle eines ICOs werden aktuell sogenannte Utility Token ausgegeben. Diese
Token-Art ist vergleichbar mit einem Gutschein, sie sind keine richtige
Unternehmensbeteiligung. Zum anderen richten sich die meisten ICOs
hauptsächlich an private Investoren: Stokera hingegen richtet sich
ausschließlich an qualifizierte Investoren, z.B. Business Angels oder VC
Fonds. Diese Form von Security Token Offerings sind kein Crowdfunding.

GBC AG: Gibt es einen Zeitplan für die Einführung von Stokera und wie hoch
schätzen Sie die Potenziale von Stokera ein?

Juan Rodriguez: Startups werden im kommenden Jahr bereits mit stokera ihre
Anteile tokenifizieren und somit flexibel übertragen können. Viele
Assetklassen, wie Start-up Anteile, sind aktuell noch völlig
undigitalisiert. Mit der Blockchain Technologie bietet sich eine riesige
Möglichkeit diese Asset Klassen zu digitalisieren und damit flexibler und
kostengünstiger zu gestalten. Mit unserem Investment in CASHLINK
investieren wir in einen stark wachsenden Markt: Der Markt für die
Tokenifizierung und Digitalisierung von Vermögenswerten mit Hilfe von
Security Tokens wird von vielen im Billionen-Bereich gesehen.

GBC AG: Neben den neuen Investitionen haben sich in diesem Jahr auch die
bestehenden Beteiligungen erfolgreich entwickelt. Allen voran zu nennen ist
die Deposit Solutions GmbH, die im Rahmen einer aktuellen
Finanzierungsrunde auf 500 Mio. USD bewertet wurde. Bei ihrem Einstieg lag
der Wertansatz bei 20 Mio. USD. Was sind die wichtigsten Gründe für diese
außerordentliche Entwicklung?

Juan Rodriguez: Hier kommen ein paar Faktoren zusammen. Generell haben wir
bei unserem Einstieg den USP in dem einzigartigen 'Einkonto-Modell'
gesehen, welches gegenüber dem Wettbewerb ein klarer Vorteil für Deposit
ist und den Nerv der Anleger trifft. Dazu kommt das Team, welches durch den
CEO Dr. Tim Sievers hervorragend aufgebaut wurde. Das geht von IT bis zu
Sales, etc. Als wir eingestiegen sind waren es rund 20 Mitarbeiter, jetzt
weit mehr als 200 Top-Professionals.

GBC AG: Zusätzlich hierzu hat Ihre Beteiligung nextmarkets GmbH die
Zulassung als Wertpapierhandelsbank erlangt. Was bedeutet dies?

Juan Rodriguez: nextmarkets hat mit der Zulassung zur Wertpapierhandelsbank
das Live-Trading mit Echtgeld im Sommer gestartet. Was wir jetzt sehen ist
hervorragend: a) Das Tradingvolumen und die Kunden steigen täglich b) in
der Benchmark zu den transparenten Wettbewerbern sehen wir auf unser
aktuell noch kleines Volumen wesentlich bessere KPIs c) das Curated
Investing Modell von nextmarkets zeigt das der angeleitete/gecoachte Kunde
wesentlich besser investiert und weniger verliert!

GBC AG: Zusammen mit Block.one soll zudem ein neuer Fonds mit einer
Kapitalisierung in Höhe von 100 Mio. USD gegründet werden. Wie ist hier der
aktuelle Stand?

Juan Rodriguez: Wir hatten im August 2018 unser first closing und haben
seitdem zwei Investments getätigt. Die Pipeline ist prall gefühlt und wir
werden jetzt sukzessive unsere Investments tätigen. Beginnend mit closing
erhalten wir nun auch unsere Management Fees iHv 1,5% p.a., so dass wir
dieses Jahr ein paar hundert Tausend EUR Umsatz zeigen werden und ab 2019
dann rund 1 Mio. EUR jährlich.

GBC: Herr Rodriguez, ich danke Ihnen für das Gespräch.

Die vollständige Analyse können Sie hier downloaden:
http://www.more-ir.de/d/17257.pdf

Kontakt für Rückfragen
Jörg Grunwald
Vorstand
GBC AG
Halderstraße 27
86150 Augsburg
0821 / 241133 0
research@gbc-ag.de
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Offenlegung möglicher Interessenskonflikte nach § 85 WpHG und Art. 20 MAR Beim oben analysierten Unternehmen ist folgender möglicher Interessenkonflikt gegeben: (5a,5b,6a,11); Einen Katalog möglicher Interessenkonflikte finden Sie unter:
http://www.gbc-ag.de/de/Offenlegung.htm
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Datum (Zeitpunkt)Fertigstellung: 21.11.18 (10:03 Uhr)
Datum (Zeitpunkt) erste Weitergabe: 22.11.18 (09:00 Uhr)

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Für den Inhalt der Mitteilung bzw. Research ist alleine der Herausgeber bzw.
Ersteller der Studie verantwortlich. Diese Meldung ist keine Anlageberatung
oder Aufforderung zum Abschluss bestimmter Börsengeschäfte.

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