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Aktien Frankfurt: Konjunktursorgen verschrecken die Anleger

21.03.2019 um 14:42 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Wieder hochgekochte Konjunktursorgen haben die Aktienmärkte am Donnerstag im Griff. Der deutsche Leitindex Dax tauchte am Nachmittag zeitweise unter die Marke von 11 500 Punkten. Zuletzt notierte er bei 11 501,06 Punkten und damit 0,89 Prozent im Minus.

Damit knüpfte das Barometer an seine Vortagesverluste an und zollt seiner vor gut zwei Wochen gestarteten neuen Rally weiter Tribut. In dieser Woche hat der Leitindex bislang etwas mehr als eineinhalb Prozent verloren, obwohl er vor zwei Tagen mit 11 823 Punkten noch einen weiteren Höchststand seit Oktober 2018 erreicht hatte.

Dass die Fed ihren geldpolitischen Straffungskurs zunächst aufgibt und eine Zinspause einlegt, konnte die Aktienkurse deshalb nicht beflügeln, weil sich die Anleger stärker auf die von der Fed nach unten revidierten Wachstumserwartungen konzentrierten.

Der Index der mittelgroßen Werte MDax sank um 0,64 Prozent auf 24 920,01 Punkte. Der EuroStoxx 50 verlor ein knappes halbes Prozent.

Im Dax waren die Aktien der Deutschen Bank schwach mit minus 3,6 Prozent, im MDax büßten Commerzbank -Papiere 3,4 Prozent ein. Die Fusionsfantasie als Treiber wirkt erst einmal nicht mehr. Aber auch europaweit waren Bankenwerte vor dem Hintergrund der Fed-Zinspause schwach. Tiefe Zinsen sind für die Geschäfte von Banken schlecht.

Eine Kreisemeldung, wonach Siemens eine Fusion der Turbinen-Sparte mit asiatischen Partnern erwägt, ließ hingegen die Aktien des Dax-Konzerns zeitweise deutlich anziehen. Zuletzt standen sie noch mit 0,8 Prozent im Plus. Das reichte für Platz zwei im Dax hinter RWE , die 1,7 Prozent gewannen.

Auch im MDax war mit Uniper mit plus 2,3 Prozent ein Versorgerwert vorn. Dem Konzern zufolge will der Großaktionär und Hedgefonds Elliott auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Vorbereitung eines Beherrschungsvertrags zwischen Uniper als beherrschtes Unternehmen und der finnischen Fortum auf die Tagesordnung setzen.

Die Aktien von HeidelbergCement gerieten im Dax nach Zahlen und Aussagen zum neuen Geschäftsjahr unter Druck. Der Baustoffkonzern rechnet 2019 mit einem moderaten Anstieg des operativen Ergebnisses, was laut einem Händler die Anleger kaum vom Hocker reißen dürfte. Am Markt werde bereits mit einem Plus von etwa 5 Prozent gerechnet. Die Aktien verloren mehr als 2 Prozent.

Ein unerwartet starker Gewinnrückgang im abgelaufenen Geschäftsjahr der Hornbach Holding ließ im SDax die Aktien der Baumarktgesellschaft um mehr als 5 Prozent einbrechen. Für die Aktien von Koenig & Bauer ging es nach Zahlen und Ausblick noch stärker bergab, und zwar um fast 10 Prozent. Die Kosten für die Wachstumsinitiative dürften die Marge im laufenden Jahr belasten. Die Analysten von Warburg Research sagten, die 2018er-Kennziffern hätten ihre Schätzungen leicht verfehlt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von plus 0,01 Prozent am Vortag auf minus 0,03 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,19 Prozent auf 142,51 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,26 Prozent auf 164,89 Punkte.

Der Euro konnte seine starken Kursgewinne vom Vorabend nicht ganz halten. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1387 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1354 Dollar festgesetzt./ajx/mis

--- Von Achim Jüngling, dpa-AFX ---

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