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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax nach Erholung stabil erwartet

22.05.2019 um 08:26 Uhr

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach der am Vortag gestarteten Erholung zeichnet sich für den Dax zur Wochenmitte ein stabiler Handelsauftakt ab. Der X-Dax signalisierte am Mittwoch rund eine Dreiviertelstunde vor dem Start ein kleines Minus von 0,05 Prozent auf 12 138 Punkte und auch der EuroStoxx 50 wird kaum verändert erwartet. Dank einer kleinen Entspannung im Handelskonflikt zwischen den zwei weltweit größten Volkswirtschaften USA und China hatte sich der deutsche Leitindex am Dienstag wieder spürbar von seinem Tief vom Wochenbeginn bei 11 993 Punkten gelöst.

Die Lage bleibt jedoch angespannt. An Asiens Börsen hielten sich die Anleger mit Engagements zurück - zumal die USA erwägen, weitere chinesische Firmen auf ihre schwarze Liste zu setzen. Wessen Name darauf steht, wird hinsichtlich seiner Geschäftsbeziehungen zu US-Partnern streng kontrolliert. "Je nach Nachrichtenlage kommt es zu Kursausschlägen in beide Richtungen, wenngleich der Abgabedruck zuletzt zugenommen hat", sagte Analyst Christian Schmidt von der Helaba. Andere Themen würden aktuell von den Anlegern eher ignoriert, wie etwa der Konflikt der USA mit dem Iran.

Ob die Vortagesentwicklungen in Sachen Brexit nachwirken werden, bleibt abzuwarten. Von der britischen Premierministerin Theresa May waren ein paar Details zur ihrem vierten und vermutlich letzten Versuch gekommen, ihren Deal zum Austritt Großbritanniens aus der EU noch durch das Parlament zu bekommen. Im Wesentlichen ging es dabei um Zugeständnisse in Richtung einer Zollunion, um insbesondere Kontrollen zwischen Nordirland und Irland zu vermeiden. Zudem will May das britische Parlament über ein zweites Referendum zum Brexit abstimmen lassen.

Nachdem die Berichtssaison weitgehend abgeschlossen ist, stehen mit Quartalszahlen nur noch vereinzelt Unternehmen im Blick, dagegen umso mehr mit Hauptversammlungen wie Daimler und Uniper sowie Dividendenausschüttungen wie etwa das Telekomunternehmen Telefonica Deutschland .

Über sein erstes Jahresviertel 2019 berichtete der Berliner Wohnimmobilienkonzern Ado Properties, der zugleich auch seinen Jahresausblick bestätigte. Laut einem Händler fielen die vorgelegten Ergebniskennziffern etwas schwächer als erwartet aus. Auf der Handelsplattform Tradegate gab es indes vorbörslich noch keine Kursreaktion.

Wie erwartet gab der Aufsichtsrat von Thyssenkrupp grünes Licht für den weitreichenden Umbau des Industriekonzerns, den zweiten radikalen Kurswechsel bei dem Traditionsunternehmen aus Essen. Bislang wollte Vorstandschef Guido Kerkhoff den finanziell angeschlagenen Konzern in zwei eigenständige Unternehmen für Werkstoffe und Industriegüter aufspalten. Diese Pläne sind damit vom Tisch. Nun soll Thyssenkrupp als Ganzes erhalten bleiben, seine Struktur aber deutlich verändert werden. Auf Tradegate hatte dies für die Aktien allerdings ebenfalls keine Auswirkungen.

In den Fokus dürften indes Aktien nach Analystenkommentaren rücken. So stufte das Bankhaus Lampe die Anteile von Dialog Semiconductor nach den Kursgewinnen der vergangenen Monate von "Kaufen" auf "Halten" ab, was auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schlusskurs für Verluste der Aktie sorgte. Analyst Karsten Iltgen sieht auf dem aktuellen Niveau keine Luft mehr nach oben.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hob indes das Kursziel für Puma von 606 auf 665 Euro an und bekräftigte ihre Kaufempfehlung. Das erste Quartal sei stark gewesen und die Aussagen des Sportartikelherstellers zum zweiten Jahresviertel ermutigend, hieß es. Vorbörslich ging es daraufhin für die Puma-Papiere auf Tradegate aufwärts.

Auch die Adidas -Aktien, die tags zuvor ihre Rekordjagd fortgesetzt hatten und bis auf 258,45 Euro geklettert waren, könnten weiter steigen. Hier hob das Analysehaus RBC das Kursziel von 235 auf 275 Euro an und bekräftigte die Einstufung auf "Outperform". Die Marke und eine Werbeoffensive stünden bei dem Sportartikelhersteller aus Herzogenaurach im Rampenlicht, schrieb Analyst Piral Dadhania. Eine tiefergehende Betrachtung habe ergeben, dass die Initiativen von Adidas auch darüber hinaus viele Chancen mit sich bringen dürften./ck/mis

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