Börse:
MATERNUS-KLI.AG O.N.
[WKN: 604400 | ISIN: DE0006044001] Aktienkurse
2,520€ -2,70%
Echtzeit-Aktienkurs MATERNUS-KLI.AG O.N.
Bid: 2,500€ Ask: 2,540€

DGAP-News: Maternus-Kliniken AG: Konzernumsatzerlöse steigen im ersten Halbjahr 2019 leicht auf 62,4 Mio. EUR, höhere Gesamtkosten belasten jedoch das Konzernergebnis (deutsch)

14.08.2019 um 08:00 Uhr

Maternus-Kliniken AG: Konzernumsatzerlöse steigen im ersten Halbjahr 2019 leicht auf 62,4 Mio. EUR, höhere Gesamtkosten belasten jedoch das Konzernergebnis

^
DGAP-News: Maternus-Kliniken AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
Maternus-Kliniken AG: Konzernumsatzerlöse steigen im ersten Halbjahr 2019
leicht auf 62,4 Mio. EUR, höhere Gesamtkosten belasten jedoch das
Konzernergebnis

14.08.2019 / 08:00
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

---------------------------------------------------------------------------

* Konzernumsatz um 0,5 Mio. EUR auf 62,4 Mio. EUR (Vorjahr: 61,9 Mio. EUR)
ausgeweitet

* Umsatzplus im Segment Pflege fällt mit +0,4 Mio. EUR kräftiger aus als
im Segment Rehabilitation (+0,1 Mio. EUR)

* Höhere Personalkosten und stärkerer Einsatz von Fremdpersonal im ersten
Quartal mindern operatives Konzernergebnis (EBITDAR) auf 8,1 Mio. EUR
(Vorjahr: 11,1 Mio. EUR)

* Prognoseanpassung für das Geschäftsjahr 2019 notwendig

Berlin, den 14. August 2019 - Der Maternus-Kliniken AG gelang im ersten
Halbjahr 2019 eine leichte Umsatzsteigerung, aufgrund höherer Personal- und
Sachkosten spiegelte sich dies aber nicht in verbesserten
Ergebniskennziffern wider. So belief sich bei um 0,5 Mio. EUR auf 62,4 Mio.
EUR (Vorjahr: 61,9 Mio. EUR) gesteigerten Konzernumsätzen das operative
Ergebnis (EBITDAR; definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Mietaufwendungen) auf 8,1 Mio. EUR (Vorjahr: 11,1 Mio.
EUR) und der Konzernfehlbetrag auf -4,0 Mio. EUR (Vorjahr: -1,0 Mio. EUR).

Der Umsatz im Segment Pflege stieg aufgrund von erfolgreich abgeschlossenen
Pflegesatzverhandlungen trotz einer verringerten Belegung um 0,4 Mio. EUR
auf 48,6 Mio. EUR (Vorjahr: 48,2 Mio. EUR). Die Reduktion der Kapazität im
Segment Pflege um 125 Betten ist auf die Umsetzung der Einzelzimmervorgaben
des im letzten Jahr in Kraft getretenen Wohn- und Teilhabegesetzes (WTG) in
Nordrhein-Westfalen (NRW) zurückzuführen. Die Auslastungsquote nahm vor
diesem Hintergrund auf 82,9 Prozent (Vorjahr: 82,0 Prozent) zu. Mit Blick
auf das bevorstehende Inkrafttreten der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO)
in Baden-Württemberg (BW) zum 1. September 2019 geht der Vorstand der
Maternus-Kliniken AG nicht davon aus, bauliche Änderungen an den
Einrichtungen vornehmen oder die Bettenkapazität verringern zu müssen. Ab
dem 1. September 2019 gilt in BW eine verpflichtende Einzelzimmerquote von
100 Prozent. Für die Einrichtung in Baden-Baden hat der Vorstand deshalb aus
wirtschaftlichen Gründen bereits einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung
gestellt.

Auch im Segment Rehabilitation konnte der Umsatz leicht um 0,1 Mio. EUR auf
13,9 Mio. EUR gesteigert werden. Insgesamt wurden sowohl die Auslastung mit
durchschnittlich 78,9 Prozent (inklusive Begleitpersonen; Vorjahr: 78,2
Prozent) als auch die Anzahl der Patienten mit 583 Betten verbessert. Für
das Umsatzplus im Segment Rehabilitation ist ausschließlich die höhere
Belegung in der Bayerwald-Klinik in Cham verantwortlich (+0,3 Mio. EUR auf
3,5 Mio. EUR). In der Maternus-Klinik in Bad Oeynhausen wirkte sich ein
Modellprojekt zur Belegungssteuerung der Deutschen Rentenversicherung (DRV)
deutlich negativ auf die Belegung am Ende des zweiten Quartals aus.
Insgesamt blieb aufgrund dessen vor Allem die Maternus-Klinik hinter den
Erwartungen zurück.

Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge von 2,7 Mio. EUR
(Vorjahr: 3,0 Mio. EUR) wurde mit 65,1 Mio. EUR (Vorjahr: 65,0 Mio. EUR)
eine leicht über dem Vorjahresniveau liegende Gesamtleistung erwirtschaftet.

Den geringen Erlössteigerungen stehen deutlich höhere Material- und
Personalaufwendungen gegenüber. So führten vor allem die weitere Anhebung
des Pflegemindestlohnes zum 1. Januar 2019 und die Erhöhung der
Personalvorgaben im Rahmen der Neuverhandlungen der Pflegesätze zu einem auf
38,7 Mio. EUR (Vorjahr: 36,6 Mio. EUR) gestiegenen Personalaufwand. Zur
Erfüllung der Personalquoten im Segment Pflege war vor allem im ersten
Quartal ein stärkerer Fremdpersonaleinsatz notwendig, was zu einem
Materialaufwand von 11,4 Mio. EUR (Vorjahr: 10,3 Mio. EUR) führte.

Folglich hat der Maternus-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen sowie Miet-und Leasingaufwendungen (EBITDAR) von 8,1 Mio. EUR
(Vorjahr: 11,1 Mio. EUR) und ein Konzernergebnis vor Steuern (EBT, vor
Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter) von -3,8 Mio. EUR (Vorjahr: -0,9
Mio. EUR) erwirtschaftet.

Ausblick: stetige Pflegesatzverhandlungen, Reduzierung Fremdpersonal

Wie im Rahmen der Ad-hoc Mitteilung vom 30. Juli 2019 veröffentlicht, hat
der Vorstand angesichts der vorläufigen Halbjahreszahlen die Prognose für
das Gesamtjahr angepasst. Erwartet werden nun Konzernumsatzerlöse von 120
bis 126 Mio. EUR nach zuvor 129 Mio. EUR. Die Gründe für die Anpassung der
Prognose sind eine geringere Belegung in einigen Einrichtungen im Segment
Pflege, insbesondere in Mülheim und Essen sowie in Bad Dürkheim, geringere
Umsatzerlöse pro Patient in der Rehabilitation sowie gestiegene Sachkosten.
Die korrigierte Umsatzplanung verteilt sich mit einer Spanne von 95 bis 98
Mio. EUR (zuvor: 99,0 Mio. EUR) auf das Segment Pflege sowie erwarteten
Umsätzen von 25 bis 28 Mio. EUR (zuvor: 29,0 Mio. EUR) auf die
Rehabilitation. Das EBITDAR wird sich deshalb im Vergleich zum Vorjahr
deutlich verringern (Vorjahr: 21,7 Mio. EUR). Der Vorstand greift im Rahmen
der Ergebnisprognose zur besseren Messbarkeit und Vergleichbarkeit der
operativen Ertragskraft erstmals auf die Kennziffer zurück.

Zur Stärkung der Ertragskraft konzentriert sich der Vorstand neben weiteren
strategischen Verhandlungen der Pflegesätze, welche aktuell vorbereitet
werden, vor allem auf eine weitere Reduzierung des Fremdpersonaleinsatzes.
Die Weiterentwicklung attraktiver Arbeitsbedingungen sowie der erfolgte
deutliche Anstieg der Anzahl an Auszubildenden in den Einrichtungen sind
dafür Voraussetzung. Die Aufwendungen für Fremdpersonal sind im zweiten
Quartal im Vergleich zum ersten Quartal bereits um rund 0,5 Mio. EUR
gesunken. Die defizitären Einrichtungen in Essen und Mülheim werden nach der
Kündigung des Pachtvertrages durch den Verpächter zum 31. Dezember 2019 an
diesen abgegeben. Für den Standort Bad Dürkheim wird ein neues
Einrichtungskonzept entwickelt.

Im Bereich Reha liegt der Fokus auf der Verbesserung der Auslastung durch
gezielte Zuweiseransprachen. Das erwähnte Modellprojekt der DRV wird im
Herbst dieses Jahres zunächst evaluiert. In der Folge wird entschieden, ob
und in welcher Form das Modellprojekt weiter angewendet wird. Der Vorstand
rechnet bis Ende des Jahres wieder mit einem besseren Belegungsniveau in der
Maternus-Klinik, da sich die Maternus-internen Zuweisungsparameter, welche
die Basis für die DRV-Zuweisungen bilden, stark verbessert haben.

Der Halbjahresbericht 2019 der Maternus-Kliniken AG wird Ende August 2019
auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.maternus.de in der Rubrik
"Investor Relations" veröffentlicht.

Maternus-Kliniken AG
Die Maternus-Kliniken AG mit Sitz in Berlin ist ein Unternehmen, das sich
seit 1996 im deutschen Gesundheitsmarkt auf die Bereiche Seniorenwohn- und
Pflegeeinrichtungen sowie Rehabilitations-kliniken konzentriert.
Deutschlandweit gehören 23 Einrichtungen zur Maternus-Kliniken AG. Seit 2007
ist sie Teil der Cura Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Berlin.

(Ende der Corporate News)

Ansprechpartner:
Maternus-Kliniken AG
Mario Ruano-Wohlers
Französische Str. 53 - 55
10117 Berlin

Tel.: +49 (0)30-65 79 80-641
Fax: +49 (0)30-65 79 80-650
E-Mail: Info@Maternus.de

---------------------------------------------------------------------------

14.08.2019 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht,
übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten,
Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.
Medienarchiv unter http://www.dgap.de

---------------------------------------------------------------------------

Sprache: Deutsch
Unternehmen: Maternus-Kliniken AG
Französische Str. 53 - 55
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: +49 (0)30 65 79 80-0
Fax: +49 (0)30 65 79 80-500
E-Mail: info@maternus.de
Internet: www.maternus.de
ISIN: DE0006044001, DE0006044001
WKN: 604400, 604400
Börsen: Regulierter Markt in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt
(General Standard); Freiverkehr in Hamburg, München,
Stuttgart, Tradegate Exchange
EQS News ID: 856455

Ende der Mitteilung DGAP News-Service
---------------------------------------------------------------------------

856455 14.08.2019

°

MATERNUS-KLI.AG O.N. Chart
MATERNUS-KLI.AG O.N. Chart

Trader-Coachings

Webinare

Wir glauben daran, dass gute Lerninhalte den Weg zum erfolgreichen Trader deutlich schmerzfreier gestalten als ein reines Learning by Doing.

Aktuelle Termine

„aktien” Magazin

„aktien” Magazin

Lernen Sie das aktien Magazin kennen und laden Sie sich noch heute Ihre kostenlose Probeausgabe als PDF herunter.

Probeausgabe
Hinweis: Die veröffentlichten Tradingsignale und Empfehlungen dienen lediglich der allgemeinen Information, sie sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen kein Angebot und keine Aufforderung zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sie entsprechen lediglich der aktuellen Einschätzung des verwendeten Handelssystems.
TraderFox GmbH: Impressum & Datenschutz - Allgemeine Geschäftsbedingungen - Cookie-Erklärung